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MarcelLefebvre

29.11.1905 Tourcoing (Nord-Pas-de-Calais), 25.3.1991 Martigny, kath., franz. Staatsbürger. Sohn des René, Textilfabrikanten (1944 im Konzentrationslager Sonnenberg), und der Gabrielle geb. Watine. Theologiestud. an der Gregoriana in Rom, Dr. phil. und theol., 1929 Priester der Diözese Lille. 1931 Beitritt zur Kongregation der Spiritaner. 1932-46 Missionar in Gabun, 1947 apostol. Vikar in Dakar, 1948 apostol. Delegierter für die franz. Kolonien in Afrika, 1955-62 Ebf. von Dakar. 1962-68 Generaloberer der Spiritaner. 1960 Mitglied der Zentralkomm. für die Vorbereitung des 2. Vatikan. Konzils. Der in der rechtskath. Tradition der Action Française stehende L. wandte sich auf dem Konzil gegen dessen Reformkurs, u.a. gegen die Aussagen über die Kollegialität der Bischöfe und das Dekret über die Religionsfreiheit. 1970 gründete er in Freiburg die Bruderschaft Pius X. und errichtete 1971 in Ecône das Priesterseminar Pius X. als Ausbildungsstätte für Theologen, die die Reformen des 2. Vatikanums nicht anerkannten (zeitweilig 1970-75 kirchl. Anerkennung). Trotz päpstl. Verbots weihte er 1976 13 Diakone und Priester, womit er sich die kirchl. Strafe der Suspension zuzog. 1988 weihte L. eigenmächtig vier Bischöfe und verfiel damit der Exkommunikation.

Quellen und Literatur

  • Lettre ouverte aux catholiques perplexes, 1985
  • A. Schifferle, Marcel L. - Ärgernis und Besinnung, 1983
  • I. Raboud, Temps nouveaux, vents contraires: Ecône et le Valais, 1992
  • LThK 6, 738
  • J.-M. Savioz, Essai historique sur la fondation de la fraternité sacerdotale Saint Pie X par Mgr Marcel L. et sur l'installation de son séminaire à Ecône en Valais (1969-1972), Liz. Freiburg, 1996
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Lebensdaten ∗︎ 29.11.1905 ✝︎ 25.3.1991