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AlfredKern

Porträt Alfred Kern. Fotografie von August Höflinger, Basel, um 1890 (Firmenarchiv der Novartis AG, Basel, SA FOT 2.18.047).
Porträt Alfred Kern. Fotografie von August Höflinger, Basel, um 1890 (Firmenarchiv der Novartis AG, Basel, SA FOT 2.18.047).

24.12.1850 Bülach, 2.3.1893 Basel, von Bülach. Sohn des David, Bezirksratsschreibers und Gemeindepräs., und der Elisabeth geb. Meierhofer. 1874 Johanna Katharina Emma Anselm, Tochter eines Kaufmanns, aus Offenbach (Hessen). 1865-68 Industrieschule in Zürich, 1868-70 Chemiestud. am Eidg. Polytechnikum in Zürich. 1870-72 ebenda Assistent bei Johannes Wislicenus, 1874 Promotion an der Univ. Giessen. K. war 1872-78 bei der Chem. Fabrik Karl Oehler in Offenbach und 1879-84 als Leiter der Abt. für Triphenylmethanfarbstoffe bei der Farbenfabrik Bindschedler & Busch (ab 1884 Ciba) in Basel tätig. Anfang der 1880er Jahre gelangen ihm mehrere für die techn. Chemie wertvolle Erfindungen. Sein Verfahren zur industriellen Herstellung von Phosgen und dessen Verwertung für Farbstoffsynthesen gaben der Farbenchemie neue, lange nachwirkende Impulse. 1886 gründete er zusammen mit Edouard Sandoz die Farbenfabrik Kern & Sandoz in Basel (spätere Sandoz AG), die dank Farbstoffentwicklungen von K. einen raschen Aufschwung nahm.

Quellen und Literatur

  • R. Riedl-Ehrenberg, «Alfred K. (1850-1893)», in Schweizer Pioniere der Wirtschaft und Technik 44, 1986, 9-43
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