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EugenRentsch

8.4.1877 Zürich, 8.3.1948 Zürich, von Köniz. Sohn des Jakob und der Anna Luise geb. Wyniger. 1909 Luise Nau, aus Hannover. Verdingbub. Lithografenlehre in Bern. Mit Bruder Georg Reisen in Europa und Gründung einer lithograf. Anstalt in Trimbach. Kunstgeschichtsstud. in Bern, 1906 Dr. phil. 1910 gründete R. den Eugen-Rentsch-Verlag in München und publizierte Bücher zu Architektur, Kunst, Geschichte, Volkskultur und Literatur, u.a. eine Werkausgabe von Jeremias Gotthelf (1911-77). Im 1. Weltkrieg leitete er zusätzlich den Delphin-Verlag, bis 1949 auch den Rotapfel-Verlag. 1919 wurde das Verlagsdomizil nach Erlenbach (ZH) verlegt. 1933 erhielt der Verlag ein Verkaufsverbot in Deutschland, weil er Bücher dt. Emigranten publiziert hatte. 1940 wurde er in eine AG umgewandelt; R.s Sohn Eugen und dessen Frau Leonore geb. Speerli traten in den Verlag ein und leiteten ihn nach R.s Tod bis 1980. 1981 ging er an die Orell Füssli AG über und wurde 1986 aufgelöst.

Quellen und Literatur

  • ZBZ, Nachlass
  • Der Schweizer Buchhandel 5, 1947, H. 7
  • 50 Jahre Eugen-Rentsch-Verlag, 1960
  • 70 Jahre Eugen-Rentsch-Verlag - und ein Abschied, 1981
Weblinks
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Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ 8.4.1877 ✝︎ 8.3.1948

Zitiervorschlag

Pfeifer, Regula: "Rentsch, Eugen", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 19.08.2010. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/041746/2010-08-19/, konsultiert am 25.10.2020.