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AlbertoSartoris

2.2.1901 Turin, 8.3.1998 Saint-Loup (Gem. Pompaples), kath., aus Turin und ab 1994 von Cossonay. Sohn des Giovanni, Bildhauers, und der Teresa geb. Viroglio, Sängerin. Carla Prina, Malerin, Tochter des Mario. Kindheit in Genf. 1916-19 Architekturstud. an der Ecole des Beaux-Arts in Genf, 1922-26 im Atelier von Annibale Rigotti in Turin. 1928 liess S. sich in Genf, später im Lavaux und schliesslich in Cossonay nieder. Er war dem Futurismus sowie anderen ital. bzw. europ. Stilrichtungen verbunden und brachte so avantgardist. Strömungen der Kunst und Architektur (Neues Bauen) in die Westschweiz. S. gehörte 1928 zu den Gründern der Congrès internationaux d'architecture moderne. Sein Leben lang setzte er sich in zahlreichen Artikeln und Büchern für die moderne Architektur ein, insbesondere mit der dreibändigen "Encyclopédie de l'architecture nouvelle" (1948-57). Später, insbesondere nach 1945 dehnte er sein Interesse auch auf die bildende Kunst aus. S. konnte nur wenige Bauten nach seinen rationalist. Vorstellungen verwirklichen, so 1932 die Kirche Lourtier (Gem. Bagnes) sowie Wohnhäuser in Saillon (1934) und Corseaux (1939). Sein Ansehen erwarb er sich v.a. durch Axonometrien von idealen Projekten, die als Kunstwerke wahrgenommen wurden, und die er bis in die 1990er Jahre als Siebdrucke herausgab. Durch seine Publikationen und seinen Unterricht an privaten Schulen sowie ab 1976 an der ETH Lausanne übte S. regionalen, aber auch internat. Einfluss aus. So diente seine Arbeit um 1950 etwa als Vorbild für die Modernisierung des frankist. Spaniens. S. erhielt versch. Auszeichnungen, darunter den Dr. h.c. der ETH Lausanne (1976), des Politecnico Turin (1989) und der span. Universität La Laguna (1992).

Quellen und Literatur

  • ACM, Nachlass
  • J. Gubler, A. Abriani, Alberto S., 1990
  • Architektenlex., 470-472
  • Alberto S. 1901-1998, Ausstellungskat. Valencia, 2000
  • Photographie et architecture moderne: la collection Alberto S., 2003 (mit Biogr. und Bibl.)
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Lebensdaten ∗︎ 2.2.1901 ✝︎ 8.3.1998