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Adam vonBodenstein

1528 Kemberg (bei Wittenberg), 1577 Basel, ref., Basler Bürger bis 1564 und wieder ab 1572. Sohn des Karlstadt. 1) 1547 Esther Wyss, 2) 1565 Maria Jacobea Schenck zu Schweinsberg. 1537, kaum neunjährig, an der Univ. Basel immatrikuliert. Medizinstud. in Basel, Freiburg i.Br., Leipzig und Mainz, 1550 Dr. med. in Ferrara. Ab 1553 im Dienst des pfälz. Kurfürsten Otto Heinrich, der B. dazu anhielt, den in Neuburg an der Donau aufbewahrten handschriftl. Nachlass des Paracelsus zu studieren. 1556 Rückkehr nach Basel, 1558 Aufnahme in das Consilium medicorum, 1564 Ausschluss wegen unerlaubter Veröffentlichung paracels. Schriften. Erst ab 1567 ungehinderte Fortsetzung seiner paracelsist. Publizistik in Basel. Insgesamt gab B. über 40 Schriften des Paracelsus heraus; zum Verständnis von dessen ungewöhnl. Fachsprache verfasste er ein Onomastikon.

Quellen und Literatur

  • Die Dt. Lit., hg. von H.-G. Roloff, Reihe II, Abt A, Bd. 1, 1985, 135 f., (Werkverz.)
  • Killy, Literaturlex. 2, 45 f., (mit Lit.)
  • C. Gilly, «Basel rehabilitiert Paracelsus (1493-1541)», in Basler Stadtbuch 1993, 1994, 35-41
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Lebensdaten ∗︎ 1528 ✝︎ 1577

Zitiervorschlag

Gilly, Carlos: "Bodenstein, Adam von", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 07.11.2002. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/042842/2002-11-07/, konsultiert am 29.09.2020.