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HansVonwyl

1.3.1899 Knutwil, 30.11.1983 Bellinzona, ursprünglich katholisch, von Hergiswil bei Willisau. Sohn des Johann, Landwirts, und der Maria geborene Scheidegger. 1) 1923 Josefa Erhardt, deutsche Staatsangehörige (Scheidung 1928), 2) 1934 Lise Lotte Zimmermann, deutsche Staatsangehörige (Scheidung 1938), 3) 1943 Marta Julia Luzi (Scheidung 1950), 4) 1967 Maria Theresia Häfelin. Lehre als Maschinenzeichner, sieben Jahre berufstätig. Ab 1928 Rechtsstudium in Zürich, Wien, Basel und Freiburg im Breisgau, 1934 Promotion. 1929-1931 Redaktor des "Zürcher Studenten". Nach kurzer Zugehörigkeit zur Neuen Front gründete Hans Vonwyl 1930 die Nationale Front und redigierte 1931-1932 das antisemitische Kampfblatt "Der eiserne Besen". 1933 übersiedelte er nach Freiburg im Breisgau und publizierte dort im nationalsozialistischen "Alemannen". 1935 überwarf sich Vonwyl mit den Nationalsozialisten und sass darauf eine einjährige Gestapohaft in Karlsruhe ab, worüber er in "Ein Schweizer erlebt Deutschland" (1938) berichtete. 1938 trat er der SP und 1944 der PdA bei. Er wurde Administrator des "Vorwärts", brach aber 1948 mit dem Kommunismus.

Quellen und Literatur

  • B. Glaus, Die Nationale Front, 1969
  • K.-D. Zöberlein, Die Anfänge des dt.-schweiz. Frontismus, 1970
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Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ 1.3.1899 ✝︎ 30.11.1983

Zitiervorschlag

Walter Wolf: "Vonwyl, Hans", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 30.01.2012. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/043424/2012-01-30/, konsultiert am 16.07.2024.