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Duni

Aus dem Geschlecht der Muralto hervorgegangene und wohl aus Duno im Valcuvia (Varese) stammende Adelsfam., wo die Muralto ein Schloss hatten. Sowohl in Locarno wie in Ascona vorkommend, waren die D. eine der Fam. der Capitanei di Locarno. 1189 belehnte der Bf. von Como einen Pietro D. mit dem Schloss San Michele in Ascona; das Schloss wurde im 12.-13. Jh. erweitert und im Laufe des 16. Jh. teilweise zerstört. In Ascona besass die Fam. die Patronatsrechte der Kirche S. Sebastiano. Sie behielt die Privilegien der Fam. Muralto (vom deutschen Kg. Heinrich VII. 1311 bestätigt) und übte das Zehntrecht in Ascona, im Maggiatal und im Gambarogno aus. Ihr bekanntester Vertreter war Taddeo (->); mit seinem Exil begründete er den Zürcher Zweig der Fam., der 1679 im Mannesstamm ausstarb. Der Zweig von Ascona erlosch mit Giovan Pietro 1690. Ein Zweig aus Bellinzona ist ab der 1. Hälfte des 15. Jh. bezeugt; Mainotto, der Stammvater, war 1444 Rat von Bellinzona, während sein Sohn, Gianantonio, dasselbe Amt 1483-1503/04 (mit Unterbrüchen) bekleidete; dieser Zweig erlosch um 1600.

Quellen und Literatur

  • A. Lienhard-Riva, Armoriale ticinese, 1945
  • G. Chiesi, Bellinzona ducale, 1988

Zitiervorschlag

redazione, La: "Duni", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 22.05.2006, übersetzt aus dem Italienischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/047164/2006-05-22/, konsultiert am 29.11.2020.