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Pelli

Fam. von Künstlern und Baumeistern, die während mehr als drei Jahrhunderten in versch. Teilen Europas tätig waren. Im 17. und 18. Jh. wirkten die P. in Nordeuropa als Architekten und Militäringenieure. Domenico (->) arbeitete als Architekt in Deutschland und Dänemark. Mit dem Architekten Domenico (1729-1799) kamen die P. auch ins Veneto, wo sich schon die mit ihnen verschwägerten Fossati aus Morcote niedergelassen hatten. Domenicos Sohn Cipriano (->) widmete sich der Malerei. Sein Künstlertalent ging auf seinen Sohn Vittore (1798-1874), einen guten Bühnenbildner und Vedutenmaler, über. Die Architektentradition setzte Luigi (->) fort, der in Triest, dann in Mailand und schliesslich in Russland arbeitete und nach seiner Rückkehr um 1832 die Zeichenschule seines Cousins Cipriano wieder eröffnete. Sein gleichnamiger Sohn Luigi (1830-1902) erbte beide Talente und spezialisierte sich in Architektur und Malerei. Noch wenig bekannt ist die Tätigkeit von Luigis Cousin Federico (1821-1894), einem Dekorationsmaler mit Ausbildung in Brera, der 1851 die Quadraturmalerei an den Decken der Casa Avanzini in Curio schuf. Der Zweig der Fam. von Aranno starb im 20. Jh. aus, der seit dem 19. Jh. in Pura beheimatete Zweig existiert weiter.

Quellen und Literatur

  • PrivA P., Pura
  • C. Palumbo Fossati, «L'architetto militare Domenico P. ed i P. di Aranno», in BSSI, 1972, 51-107
  • La ricerca di un'appartenenza, 1803-1870, Ausstellungskat. Lugano, 2001, 67-104
  • G. Carbonetti, Aranno Parrocchia di San Vittore Mauro, 2005, 30 f., 47-54, 65 f., 69-71