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UeliMaurer

1.12.1950 Wetzikon (ZH), reformiert, von Hinwil und Adelboden. Sohn des Ulrich Maurer, Bauern, und der Annemarie geborene Knecht. 1976 Anne-Claude Peter, Sozialpädagogin, Tochter des Jacques Peter, Schreiners und Missionars in Ghana. Ueli Maurer besuchte die Primar- und Sekundarschule in Hinwil, machte eine kaufmännische Lehre und erwarb das eidgenössische Buchhalterdiplom. 1974-1994 war er als Geschäftsführer der landwirtschaftlichen Genossenschaft Hinwil-Bauma, 1994-2008 als solcher des Zürcher Bauernverbands und 2008 als Präsident des Verbands Schweizerischer Gemüseproduzenten tätig. Für die Schweizerische Volkspartei (SVP) sass er 1978-1986 im Gemeinderat von Hinwil, 1983-1991 im Zürcher Kantonsrat, den er 1991 präsidierte, und 1991-2008 im Nationalrat. In diesem gehörte er unter anderem 1995-2003 der Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie sowie 2003-2008 der Finanzkommission an. Mit seiner Kandidatur für die Zürcher Kantonsregierung 1991 scheiterte er ebenso wie mit jener für den Ständerat 2007. Als Parteipräsident der nationalen SVP 1996-2008 vertrat Maurer die nationalkonservative «Zürcher Linie» von Christoph Blocher und rief mit umstrittenen Äusserungen und Wahlplakaten öffentlichen Widerspruch hervor. Er unterstützte die Gründungen von zwölf SVP-Kantonalparteien sowie rund 600 Ortsparteien und machte die SVP zur wählerstärksten Partei der Schweiz. Am 10. Dezember 2008 wurde er mit dem knappestmöglichen Resultat gegen seinen Thurgauer Parteikollegen Hansjörg Walter in den Bundesrat gewählt. 2009-2015 stand Maurer dem Eidgenössischen Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport vor, danach wechselte er ins Eidgenössische Finanzdepartement, das er seit 2016 leitet. 2013 und 2019 wirkte er als Bundespräsident. Im Militär bekleidete er den Rang eines Majors.

Quellen und Literatur

  • Müller, Matthias; Luginbühl, Hans (Hg.): Bundesrat Maurer spricht. Reden von Bundesrat Ueli Maurer aus den Jahren 2009 bis 2015, 2016.
  • Altermatt, Urs: Das Bundesratslexikon, 2019, S. 707.
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Zitiervorschlag

"Maurer, Ueli", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 22.01.2021. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/049422/2021-01-22/, konsultiert am 10.05.2021.