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Mötschwil

Ehemalige Gemeinde des Kantons Bern, Verwaltungskreis Emmental, seit 2021 Teil der Gemeinde Hindelbank. Sie umfasste die Dörfer Mötschwil (mit Grüt) und Schleumen, den Weiler Kreuzweg mit dem Schulhaus und hiess bis 1910 Mötschwil-Schleumen (offizieller Name). 1328 Mötschwile. 1764 112 Einwohner; 1850 198 ; 1900 234; 1950 208; 2000 112; 2010 137; 2020 119.

Mötschwil: Situationskarte 2020 (Geodaten: Bundesamt für Statistik, Swisstopo, OpenStreetMap) © 2021 HLS.
Mötschwil: Situationskarte 2020 (Geodaten: Bundesamt für Statistik, Swisstopo, OpenStreetMap) © 2021 HLS.

In Mötschwil im Gebiet Wydacker wurde ein Gräberfeld aus der Latènezeit gefunden. Die Dörfer Mötschwil und Schleumen mit in Zelgen aufgeteilter Ackerflur sowie der Hof Grüt teilten gerichtlich und politisch die geschichtliche Entwicklung mit Alchenflüh, gehörten indessen zur Kirchgemeinde Hindelbank und militärisch zum Landgericht Zollikofen. Mötschwil war bis 2009 Teil des Amtsbezirks Burgdorf. Das Kloster Fraubrunnen besass in dem 1331 als «dorf» bezeichneten Ort Güter. Seit 1804 führen Mötschwil, Lyssach und der Weiler Rohrmoos (Exklave von Oberburg), gemeinsam eine Schule (Schulgemeindeverband Kreuzweg, Schulhaus von 1806). Das landwirtschaftlich geprägte Dorf erfuhr trotz der Nähe zu Eisenbahn (Stationen Hindelbank und Lyssach) und Autobahn (Anschluss Kirchberg) wenig Bautätigkeit und hat relativ wenig Pendlerverkehr.

Quellen und Literatur

  • Heimatbuch des Amtes Burgdorf und der Kirchgemeinden Utzenstorf und Bätterkinden, 2 Bde., 1930-1938.
  • Schneeberger, Ursula: Bauinventar der Gemeinde Mötschwil, 2006.
Kurzinformationen
Ersterwähnung(en)
1328: Mötschwile
Variante(n)
Mötschwil-Schleumen (bis 1910)

Zitiervorschlag

Anne-Marie Dubler: "Mötschwil", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 10.06.2021. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/000253/2021-06-10/, konsultiert am 02.12.2022.