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Willadingen

Politische Gemeinde des Kantons Bern, Amtsbezirk Burgdorf, Verwaltungskreis Emmental. Die Gemeinde mit dem Dorf Willadingen an der Ösch, den Weilern Mösli und Moosgasse und dem Neubauquartier Lischmatt grenzt an den Kanton Solothurn. 1214 Willedingen. 1764 77 Einwohner; 1850 141; 1900 198; 1950 246; 2000 171.

Neolithische Silices in der Neumatt, ein unbestimmtes Grab oder Gräberfeld im Wigglismoos. Die Kleingemeinde teilt die politische, wirtschaftliche und kirchliche Entwicklung mit Koppigen, mit dem sie im Schul- und Gemeindeverband und in der Kirchgemeinde zusammengeschlossen ist. Die Gemeindeverwaltung befindet sich in Koppigen. Die enge Bindung an Koppigen kam vermutlich unter Peter von Thorberg zustande. Dieser kaufte von Ulrich von Urtinen 1374 Güter, vielleicht auch das Niedergericht. Sein gesamter Besitz ging 1397 an die Kartause Thorberg über und war nach 1528 unter bernischer Verwaltung Teil des Gerichts Koppigen. 1468 gewährte die Kartause der Gemeinde gegen Zins das Weiderecht im Wigglismoos. Die vorwiegend bäuerliche Gemeinde mit wenig Gewerbe hatte 2000 einen Wegpendleranteil von 74%, vor allem in die Regionen Burgdorf, Bern und Solothurn.

Quellen und Literatur

  • Heimatbuch des Amtes Burgdorf und der Kirchgem. Utzenstorf und Bätterkinden, 2 Bde., 1930-38
  • H.-P. Ryser, Bauinventar der Gem. Willadingen, 2000
Weblinks
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GND

Zitiervorschlag

Anne-Marie Dubler: "Willadingen", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 23.04.2012. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/000260/2012-04-23/, konsultiert am 04.03.2024.