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Zauggenried

Ehemalige politische Gemeinde des Kantons Bern, Amtsbezirk Fraubrunnen, Verwaltungskreis Bern-Mittelland, seit 2014 Teil der Gemeinde Fraubrunnen. Dorf auf einer Terrasse über dem Urtenental mit Riedland. 894 ad Riete, 1261-1263 Reide, 1336 ze dem enren Riede, 1380 Zouggenried. 1764 177 Einwohner; 1850 377; 1900 355; 1950 329; 2000 301.

Da im Umkreis verschiedene Riede bestehen, können die frühen Nachweise auch auf Grafen- und Kernenried zutreffen. Das nahe gelegene Kloster Fraubrunnen erwarb ab dem 13. Jahrhundert Güter und Niedergericht und war 1513 einziger Grund- und Gerichtsherr. Mit dem Kloster kam Zauggenried 1528 zur bernischen Landvogtei Fraubrunnen, 1803 zum gleichnamigen Amt. Wie alle Nachbarorte gehörte das Zelgdorf Zauggenried zu den Nutzniessern des klostereigenen Rüdtligenwalds; 1483 schloss die Bauersame einen Vertrag um das Acherum. Im 19. Jahrhundert ging Zauggenried zur Milchproduktion über, 1850 wurde die Käsereigenossenschaft Kernenried-Zauggenried gegründet (2001 aufgelöst). Eine Burgerkorporation löste 1843 die Rechtsamegemeinde als Nutzungsgenossenschaft in der Verwaltung des Gemeindewalds ab. 1928-1932 wurde eine Güterzusammenlegung durchgeführt. Zauggenried bewahrte dank Baubeschränkungen seinen bäuerlich-kleingewerblichen Charakter. Ab dem 17. Jahrhundert betrieb es mit Kernenried eine gemeinsame Schule. Nach einer längeren Unterbrechung wurde diese 1986 wieder eingeführt.

Quellen und Literatur

  • M. Flückiger, Das Plateau von Rapperswil, 1971
  • H.-P. Ryser, Bauinventar der Gem. Zauggenried., 2000

Zitiervorschlag

Anne-Marie Dubler: "Zauggenried", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 10.11.2016. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/000316/2016-11-10/, konsultiert am 24.06.2024.