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Tägertschi

Ehemalige Gemeinde des Kantons Bern, Verwaltungskreis Bern-Mittelland, am Übergang vom Aare- ins Emmental gelegen, seit 2017 Teil der Gemeinde Münsingen. Tägertschi umfasste das gleichnamige Dorf, die Ortsteile Station und Ämligen (1311 Emlingen) sowie Einzelhöfe. 1273 Tegersche. 1764 151 Einwohner; 1850 307; 1900 336; 1950 341; 2000 336; 2010 414; 2016 398.

Tägertschi: Situationskarte 2016 (Geodaten: Bundesamt für Statistik, Swisstopo, OpenStreetMap) © 2019 HLS.
Tägertschi: Situationskarte 2016 (Geodaten: Bundesamt für Statistik, Swisstopo, OpenStreetMap) © 2019 HLS.

Als Teil der Herrschaft und Kirchgemeinde Münsingen war das Dorf Tägertschi mit Stalden und Ämligen im Tägertschiviertel zusammengefasst. 1923 löste sich der Weiler Ämligen (1910 35 Einwohner) auf eigenen Wunsch von der Gemeinde Stalden im Emmental und schloss sich Tägertschi an. Der Ort gehörte ab 1803 zum Oberamt, 1831-2009 zum Amtsbezirk Konolfingen. Die 1864 eröffnete Bahnlinie Bern-Langnau verläuft auf der Gemeindegrenze zu Konolfingen, weshalb die Station Tägertschi auf dem offenen Land weit abseits vom Dorf liegt. Noch zu Beginn des 21. Jahrhunderts war Tägertschi mit einem Werkzeug- und einem Holzbaubetrieb sowie einer Käserei landwirtschaftlich-gewerblich geprägt, doch arbeitete der grösste Teil der Erwerbstätigen als Bahnpendler auswärts.

Quellen und Literatur

  • H. Schmocker, Konolfingen, 1983
  • P. Bannwart, Bauinventar der Gemeinde Tägertschi, 2002
Kurzinformationen
Ersterwähnung(en)
1273: Tegersche

Zitiervorschlag

Dubler, Anne-Marie: "Tägertschi", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 16.12.2019. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/000373/2019-12-16/, konsultiert am 24.10.2020.