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AmsoldingenGemeinde

Politische Gemeinde des Kantons Bern, Amtsbezirk Thun. Die Gemeinde umfasst das Dorf Amsoldingen am Amsoldingersee, verschiedene Höfe und Weiler; die Kirchgemeinde Amsoldingen zusätzlich Höfen, Zwieselberg und Längenbühl. 1175 Ansoltingen. 1764 328 Einwohner; 1850 658; 1900 553; 1910 497; 1950 592; 1980 569; 2000 767.

(Neolithische?) Siedlungsreste im Schmittmoos, bronzezeitliche Einzelgräber, Waffendepot und Grabhügel im Bürgli. Die (Stifts-)Kirche (Vorgängerbau um 700, vorromanischer Hauptbau 10./11. Jh., Mauritius-Patrozinium) wurde unter Verwendung von Spolien aus Aventicum erbaut. Der gut erhaltene Hauptbau ist integriert in eine eindrückliche Baugruppe mit Schloss, Ökonomiebauten, Mühle, Pfarrhaus, Stöckli und Waschhaus. Amsoldingens Entwicklung war im Mittelalter ganz vom Chorherrenstift bestimmt. 1528 unterstellte Bern Amsoldingen dem Amt Thun (Niedergericht) bzw. dem Landgericht Seftigen (Hochgericht). 1798 wurde Amsoldingen Hauptort des helvetischen Distrikts Oberseftigen, 1803 dem Bezirk Thun zugeteilt. Der Bau neuer Wohnquartiere (Riedli und Galgacher ab 1985) mit erhöhtem Anteil an Wegpendlern, vor allem nach Thun, hat sich in jüngster Vergangenheit auf die ursprünglich landwirtschaftlich-gewerbliche Struktur Amsoldingens (1990 28% im 1., 26% im 2. Sektor) ausgewirkt.

Quellen und Literatur

  • G. von Büren, Amsoldingersee, 1937
  • Chronik der Gem. des Kt. Bern 2, 1953
  • W. Jacobsen et al., Vorrom. Kirchenbauten, 1991, 25, (Nachtragsbd.)
  • S. Rutishauser, Kirche Amsoldingen, 21992
Weblinks
Normdateien
GND

Zitiervorschlag

Anne-Marie Dubler: "Amsoldingen (Gemeinde)", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 11.11.2016. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/000520/2016-11-11/, konsultiert am 25.04.2024.