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Wilihof

Ehemalige politische Gemeinde LU, Amt bzw. Wahlkreis Sursee, seit 2005 zusammen mit Kulmerau Teil der Gemeinde Triengen. Bis zur Aufhebung kleinste politische Gemeinde des Kantons, am westl. Hang des luzern. Suhrentals gelegen. 1429 Wyl, 1469 Wilehof. 1850 266 Einw.; 1900 192; 1950 319; 1980 204; 2000 254. W. war Teil der Herrschaft Büron, welche die Frh. von Aarburg 1455 an Luzern veräusserten. Bis 1798 blieb der Ort, der oft als Triengen ennet der Suren bezeichnet wurde, Bestandteil der Vogtei Büron; dann wurde er dem helvet. Distrikt bzw. dem Amt Sursee (1803) zugeordnet. Verwaltungstechnisch wurde W. erst 1842 als eigenständige, von Triengen getrennte polit. Gemeinde geschaffen und sogar erst 1853 als solche im kant. Organisationsgesetz aufgeführt. W. umfasste die Siedlungen Wilihöfe, Bad Knutwil, Burst und Dieboldswil. Es gehörte bis auf Bad Knutwil, das nach Knutwil kirchgenössig war, zur Pfarrei Triengen. Sein Gebiet zählte zur klass. Einzelhofzone, wo keine Gemeingüter und damit auch keine genossenschaftl. Verbände bestanden. Die Tauner, welche weniger als 70% der Steuerpflichtigen ausmachten, erlangten in diesem von verhältnismässig vielen grösseren Höfen geprägten Ort denn auch nie jene für die ehem. Vogtei Büron charakterist. Dominanz. Die Landwirtschaft gab W. auch im ausgehenden 20. Jh. ihr Gepräge; 1996 stellte der 1. Sektor 74% der Arbeitsplätze. Das 1484 erstmals bezeugte Bad Knutwil wurde 1787 von der Luzerner Fam. Mahler zu einem modernen Kurbetrieb ausgebaut, der bis 1926 bestand und dann an das Jugenddorf St. Georg (heute Jugenddorf Knutwil Bad) überging. Diese Einrichtung für verhaltensauffällige männl. Jugendliche, die bis 1971 von Schulbrüdern geleitet worden war, verpachtete ab 1986 bis zum Verkauf 2003 die Quellen an die Mineralquelle Bad Knutwil AG, welche das Knutwiler Mineralwasser vertreibt.

Quellen und Literatur

  • F. Kurmann, Das Luzerner Suhrental im 18. Jh., 1985
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