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Alpthal

Politische Gemeinde des Kantons Schwyz, Bezirk Schwyz. Haufendorf im gleichnamigen Tal am Nordfuss der Mythen, mit den Ortsteilen Alpthal, Brunni und Eigen sowie Einzelhöfen. 1018 Albetal. 1850 390 Einwohner; 1900 406; 1950 312; 2000 445.

Im Marchenstreit zwischen Schwyz und dem Kloster Einsiedeln zählte das 1018 von Kaiser Heinrich II. dem Kloster geschenkte Alpthal zu den umstrittenen Gebieten. 1217 Schwyz zugesprochen, fiel Alpthal 1350 endgültig an das Alte Land Schwyz. Die 1361 erwähnte Landwehri trennte Schwyzer und Einsiedler Gebiet. 1690 wurde die der heiligen Apollonia geweihte Kapelle erbaut. 1805 folgte die Abkurung von Schwyz und die Erhebung zur Pfarrei. Die heutige Kirche wurde 1887 geweiht. Einige Kapellen auf Gemeindegebiet (Brunni, Bruustalp) säumen den alten Jakobsweg von Einsiedeln über die Haggenegg nach Schwyz. Im 16.-17. Jahrhundert war die Ausfuhr und Verarbeitung von Holz von besonderer Bedeutung. 1733-1744 und 1757-1760 wurde in Alpthal Glas hergestellt. Seit der Erschliessung der Sportregion Brunni-Holzegg (seit 1950 Seilbahn) und des Skigebietes Brunni-Haggenegg (1974) bildet der Wintertourismus (1965 erster Skilift) in der heute noch von Land-, Holz- und Alpwirtschaft geprägten Gemeinde (1995 52% Arbeitsplätze im 1. Sektor) eine wichtige Verdienstquelle.

Quellen und Literatur

  • A. Dettling, Glasfabrikation im Kt. Schwyz, o.J.
  • P. Brändli, «Ma. Grenzstreitigkeiten im Alpenraum», in MHVS 78, 1986, 71-81
Von der Redaktion ergänzt
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Zitiervorschlag

Andreas Meyerhans: "Alpthal", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 30.06.2009. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/000725/2009-06-30/, konsultiert am 20.02.2024.