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Ursy

Politische Gemeinde des Kantons Freiburg, Glanebezirk, fusionierte 2001 mit Bionnens, Mossel und Vauderens und 2012 mit Vuarmarens. Um 1160 Ursei. 1811 108 Einwohner; 1850 145; 1900 179; 1950 243; 1990 492; 2000 759.

Spätbronzezeitliche Siedlung und Reste von römischen Räucher- und Trockenkammern. 1234 wird ein verstorbener Ulrich als Junker von Ursy erwähnt. Der Ort in der Herrschaft Rue wurde von Freiburg erobert, war ab 1536 Teil der Vogtei Rue und 1798-1848 des gleichnamigen Bezirks. 1869 wurde der Sitz der Pfarrei Morlens nach Ursy verlegt. Die 1861-1869 erbaute Kirche diente auch den Gläubigen von Bionnens, Esmonts, Morlens, Montet, Vauderens und Vuarmarens als Gotteshaus. Die alte Schule, die von 1906 bis 1987 bestand, wurde durch einen Neubau ersetzt. Ursy entwickelte sich dank den 1965 eröffneten Mifroma-Kellern der Migros (2010 230 Beschäftigte) und einer seit 2006 bestehenden Käserei, zu der sich fünf ehemalige Molkereigenossenschaften der Region zusammengeschlossen hatten, zum wirtschaftlichen Zentrum des südlichen Glanebezirks. Auch die Holzindustrie ist für die Gemeinde von Bedeutung. Das ehemalige Bauerndorf entwickelte sich Ende des 20. Jahrhunderts zu einer Wohngemeinde.

Quellen und Literatur

  • Dellion, Dict. 11, 257-266
  • F. Morvant, «Mifroma SA, Ursy», in Panorama Freiburg 16, 1991/92, 27-30
  • G. Pfulg, Vitraux modernes Romont (FR) et environs, 1991, 17-20
  • D. Bugnon, «Des séchoirs-fumoirs gallo-romains à Ursy», in Freiburger H. für Archäologie 2, 2000, 34-41
  • M. Mauvilly, «Ursy ou les racines du monde rural fribourgeois», in A>Z: archäolog. Streifzug durch das Freiburgerland, 2005, 172-181

Zitiervorschlag

Marianne Rolle: "Ursy", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 29.06.2012, übersetzt aus dem Französischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/000881/2012-06-29/, konsultiert am 27.02.2024.