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Villargiroud

Ehem. polit. Gem. FR, Glanebez., am Westabhang des Gibloux gelegen, seit 2001 mit Chavannes-sous-Orsonnens, Orsonnens und Villarsiviriaux Teil der neuen polit. Gem. Villorsonnens. 1259 Villargirot, 1305 Villargiroz. 1811 100 Einw.; 1850 144; 1900 239; 1950 264; 2000 377. Eine röm. Siedlung, vielleicht abhängig von einem röm. Gutshof, wurde nach dem Sturm Lothar 1999 im Wald von La Joux entdeckt. Burgund. Gräber und eine verzierte Gürtelschnalle wurden 1887 gefunden. 1259 beurkundeten vier Brüder von V., dass sie von der Abtei Humilimont 24 Jucharten Land als Erblehen erhalten hatten. Die kleine Grundherrschaft von V. war zeitweise der Lehensherrschaft Orsonnens und zeitweise der Herrschaft Pont angegliedert. Im 14. Jh. gehörte sie den Herren de Pont, im 15. den von Stäffis, Rovéréa, Champion, Arsent und de Challant, im 16. den von Diesbach, Techtermann, Marguerite de La Palud, der Witwe von Anton von Greyerz, den de Challant und Alex (1579) und im 17. sowie 18. Jh. den Wild. 1535 erlangte die Stadt Freiburg die Oberherrschaft und V. kam zur Vogtei Pont-Farvagny. 1798-1803 war V. Teil des Distrikts Romont und 1803-48 des Bez. Farvagny. Die Gem. gehört seit jeher zur Pfarrei Orsonnens. Das einst landwirtschaftlich geprägte Dorf (Viehzucht und Futterbau) entwickelte sich zur Wohngemeinde.

Quellen und Literatur

  • L. Grangier, «Les sépultures burgondes de V.», in NEF 11, 1883, 55
  • Dellion, Dict. 9, 61 f.
  • R. Chassot, Les prêtres d'Orsonnens, 1908