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Villaz-Saint-Pierre

Ehemalige Gemeinde des Kantons Freiburg, Bezirk Glane, nordöstlich von Romont, 2020 mit La Folliaz, die ihrerseits aus Lussy und Villarimboud entstanden ist, zur Gemeinde Villaz fusioniert. Das hauptsächlich links der Glane liegende Villaz-Saint-Pierre umfasste 1978-2019 auch das auf der rechten Flussseite liegende Fuyens. 1177 Villa. 1850 318 Einwohner; 1900 358; 1950 527; 1980 654; 2000 917; 2010 965.

Villaz-Saint-Pierre: Situationskarte 2019 (Geodaten: Bundesamt für Statistik, Swisstopo, OpenStreetMap) © 2020 HLS.
Villaz-Saint-Pierre: Situationskarte 2019 (Geodaten: Bundesamt für Statistik, Swisstopo, OpenStreetMap) © 2020 HLS.

In Villaz-Saint-Pierre wurden die Überreste eines römischen Gutshofs und ein grosser, bis heute benutzter Friedhof aus dem Frühmittelalter entdeckt. Die Herren de Villa (12. Jh.), de Billens, d'Illens, von Greyerz, von Savoyen und die Familie Faber von Romont sowie die Klöster La Fille-Dieu, Payerne und Hauterive besassen in Villaz-Saint-Pierre Rechte und Güter. 1536-1798 gehörte das Dorf zur Freiburger Vogtei Romont, 1798-1848 zum Distrikt bzw. Bezirk Romont und ab 1848 zum Glanebezirk. Die 1228 erstmals erwähnte Pfarrei umfasste neben Villaz-Saint-Pierre die Dörfer Fuyens, Les Glânes und Lussy sowie den Weiler Les Granges (Granges-la-Battiaz) und La Fille-Dieu. Im Mittelalter hatte der Bischof von Lausanne den Kirchensatz inne, ab 1536 Freiburg. Die 1843 geweihte und 1943-1949 restaurierte Kirche Saints-Pierre-et-Paul ersetzte die vermutlich aus dem 12. Jahrhundert stammende Kirche Saint-Paul. Villaz-Saint-Pierre verfügt über eine Bahnstation an der Strecke zwischen Lausanne und Freiburg. Das ländlich geprägte Dorf entwickelte sich zum Wohnort zahlreicher Pendlerinnen und Pendler.

Quellen und Literatur

Kurzinformationen
Ersterwähnung(en)
1177: Villa