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Vuarmarens

Ehemalige politische Gemeinde des Kantons Freiburg, Glanebezirk, seit 2012 Teil der Gemeinde Ursy. Auf der Achse Romont-Moudon an der Grenze zum Kanton Waadt gelegen, 1991 waren Morlens und 2006 Esmonts in Vuarmerens eingemeindet worden. 996 in villa Vualmarengi. 1278 17 Feuerstätten; 1425 13; 1850 183 Einwohner; 1900 216; 1950 227; 1990 261; 2000 339 (mit Morlens).

Gallorömische Gebäude, darüber frühmittelalterlicher Friedhof. 996 schenkten Rudolf III. von Burgund und Propst Anselm von Saint-Maurice einem Adligen Güter der Kirche von Morlens in Vuarmarens. Im Mittelalter bildete das Dorf zusammen mit Montet (Glâne) die Herrschaft Villardin. Vom 14. bis zum 17. Jahrhundert besassen ausserdem die Familie de Prez, de Maillardoz und Techtermann Rechte an der Herrschaft. 1344 schenkte Richard de Prez seinen Anteil am Zehnten dem Spital Moudon, das ihn 1543 an Freiburg verkaufte. Vuarmarens gehörte 1536-1798 zur Vogtei Rue, 1798-1848 zum Bezirk Rue und von da an zum Glanebezirk. 1553, 1563/1568, 1575 und 1659 wurden Weiderechte und Holzschlag geregelt. Die Gemeindeordnung stammt von 1844. Kirchlich zählt der Ort spätestens seit 1228 zur Pfarrei Ursy-Morlens. Vuarmarens erhielt Mitte des 19. Jahrhunderts eine Schule und ist dem Schulverband Ursy-Montet angeschlossen. Das bäuerlich geprägte Dorf entwickelte sich Anfang des 21. Jahrhunderts zu einer Wohnsiedlung.

Quellen und Literatur

  • J.-P. Anderegg, Die Bauernhäuser des Kt. Freiburg 2, 1987, 451
  • N. Morard, «La population d'une châtellenie savoyarde à la fin du Moyen Age», in Pro Fribourg, 1999, Nr. 122, 47-66

Zitiervorschlag

Laurence Margairaz Dewarrat: "Vuarmarens", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 27.09.2016, übersetzt aus dem Französischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/000889/2016-09-27/, konsultiert am 20.05.2024.