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Neirivue

Ehemalige politische Gemeinde FR, Bezirk Greyerz, am linken Saaneufer. 2002 mit Albeuve, Lessoc und Montbovon zur neuen Gemeinde Haut-Intyamon fusioniert. 1277 Nigra aqua, früher dt. Schwarzwasser. 1811 223 Einw.; 1850 220; 1900 280; 1950 322; 2000 329. Im MA war N. Teil der Grafschaft Greyerz. Unter Freiburger Herrschaft gehörte das Dorf 1555-1798 zur Vogtei Greyerz und bis 1848 zum Bez. Greyerz. Die Bewohner von N. waren zunächst nach Bulle und ab 1254 nach Greyerz kirchgenössig, ab 1609 bildete der Ort eine eigene Pfarrei. Die 1609-14 errichtete Kirche Saint-François-d'Assise wich nach 1904 einem Neubau. An der Stelle einer Betkapelle aus dem 18. Jh. wurde 1863 die Kapelle Notre-Dame-de-l'Evi errichtet (2001 renoviert), die sich zu einem regionalen Pilgerort entwickelte. N. wurde 1791, 1812 und 1904 von schweren Dorfbränden heimgesucht. Im 19. Jh. ergänzten die Strohflechterei, die Holzindustrie und ein Sandsteinbruch die Viehwirtschaft. 1903 erhielt N. eine Station an der Linie Bulle-Montbovon. 2000 gab es drei landwirtschaftl. Betriebe (Viehwirtschaft), eine Möbelfabrik und eine Möbelhandlung (1937-2005 Eisa SA, ab 1948 Castella Frères) sowie die ab 1981 bestehende Fischzuchtanstalt Pisciculture de la Gruyère SA.

Quellen und Literatur

  • Dellion, Dict. 9, 5-23
  • R. Bochud, L'incendie de N., 1906
  • Paroisse de N. 1609-1916, Ms., 1916 (KBUF)
  • J.-P. Anderegg, Die Bauernhäuser des Kt. Freiburg 2, 1987, 75 f.