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Noréaz

Politische Gemeinde des Kantons Freiburg, Saanebezirk, mit dem Weiler Seedorf. 1134 Noarea. 1811 248 Einwohner; 1850 381; 1900 455; 1950 586; 2000 472; 2010 566.

Noréaz: Situationskarte 2018 (Geodaten: Bundesamt für Statistik, Swisstopo, OpenStreetMap) © 2019 HLS. 
Noréaz: Situationskarte 2018 (Geodaten: Bundesamt für Statistik, Swisstopo, OpenStreetMap) © 2019 HLS. 

Im Gebiet der Gemeinde wurden mesolithische Überreste gefunden. Die neolithische Fundstelle Noréaz-En Praz des Gueux am Seedorfsee gehört zu den 56 Ufersiedlungen der Schweiz, die in der Unesco-Welterbeliste verzeichnet sind. Reste eines befestigten Felsvorsprungs aus dem Mittelalter befinden sich im Wald von Piamont, und im Dorf wurde ein Münzdepot aus dem 15. Jahrhundert entdeckt. Die im 12. Jahrhundert bezeugte Adelsfamilie de Noréaz war möglicherweise ein Zweig der Familie de Prez (Prez-vers-Noréaz) oder mit jener verwandt. 1447 wurde das Dorf von Freiburger Truppen niedergebrannt. Ausser 1627-1638, als Noréaz Teil der Alten Landschaft war, gehörte es zur Herrschaft Montagny, später zur gleichnamigen Vogtei, danach zu verschiedenen Bezirken, nämlich 1798 zu Payerne, 1803 zu Montagny und 1817-1848 zu Freiburg. Die Bewohner von Noréaz waren nach Prez-vers-Noréaz kirchgenössig. 1635 bewilligte der Rat von Freiburg den Bau der Kapelle Saint Jacques-le-Majeur. Die heutige Kirche wurde 1957-1958 errichtet. In der landwirtschaftlich geprägten Gemeinde mit Viehzucht, Getreide- und Futterbau stellte der 1. Sektor 2005 23% der Arbeitsplätze.

Quellen und Literatur

  • C. Martin, «La trouvaille monétaire de N.», in Schweiz. numismat. Rundschau 47, 1968, 131-152
  • J.-M. Barras, Histoire et histoires de N., Seedorf, 2001
Kurzinformationen
Ersterwähnung(en)
1134: Noarea