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Prez-vers-Noréaz

Ehemalige Gemeinde des Kantons Freiburg, Bezirk Saane, an der Strasse Freiburg-Payerne, 2020 mit Corserey und Noréaz zur Gemeinde Prez fusioniert. 1156 de Pratellis. 1811 285 Einwohner; 1850 345; 1900 549; 1950 556; 2000 806; 2010 881.

Prez-vers-Noréaz: Situationskarte 2019 (Geodaten: Bundesamt für Statistik, Swisstopo, OpenStreetMap) © 2020 HLS.
Prez-vers-Noréaz: Situationskarte 2019 (Geodaten: Bundesamt für Statistik, Swisstopo, OpenStreetMap) © 2020 HLS.

In Prez-vers-Noréaz kamen ein vermutlich neolithisches Skelettgrab, die Überreste eines wichtigen Aquädukts zur Wasserversorgung von Aventicum sowie ein römischer Gutshof mit Bädern zum Vorschein. Im 12. Jahrhundert gehörte der Ort zur Herrschaft Montagny. Aymon de Prez erwarb 1270 das Dorf als eigene kleine Herrschaft. Im 16. Jahrhundert befand sie sich im Besitz der Familie Reyff und ging 1614 an die Stadt Freiburg. Spätestens ab 1485 gehörte Prez-vers-Noréaz zur Alten Landschaft (Neustadtpanner), ab 1798 zum Bezirk Payerne, ab 1803 zum Bezirk Montagny und 1817-1848 zu Freiburg. Im 12. Jahrhundert ist erstmals ein Pfarrer der Kirche Notre-Dame erwähnt. Die Pfarrei Prez-vers-Noréaz umfasste Noréaz, bis 1879 Ponthaux und Nierlet-les-Bois sowie bis 1900 Corserey. 1311 ging die Kollatur vom Bischof von Lausanne an das Priorat Saint-Maire über, vom 16. Jahrhundert bis 1867 blieb sie bei der Stadt Freiburg. In Prez-vers-Noréaz wurde die Kirche Saint-Jean-Baptiste 1831-1835 gebaut. Der nach 1746 von den de Fégely erstellte Landsitz war 1891-1969 im Besitz der Gemeinde und diente als Schule. Später ging er an die ortsansässige Bank, die 2008 zu einer Filiale der Freiburger Kantonalbank wurde. Viehzucht und Getreidebau prägten das bäuerliche Strassendorf, bis mit dem Anschluss an die Autobahn A12 ab den 1980er Jahren neue Wohnviertel ausserhalb des alten Siedlungskerns entstanden.

Quellen und Literatur

Kurzinformationen
Ersterwähnung(en)
1156: de Pratellis