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Aetigkofen

Ehemalige politische Gemeinde des Kantons Solothurn, Bezirk Bucheggberg, bildet seit 2014 mit Aetingen, Bibern, Brügglen, Gossliwil, Hessigkofen, Küttigkofen, Kyburg-Buchegg, Mühledorf und Tscheppach die neue Gemeinde Buchegg. Zum Gebiet von Aetigkofen gehörte das gleichnamige Haufendorf in einer Mulde des oberen Mühletals am östlichen Fuss des Schönibergs sowie die Einzelhöfe Mettlen und Chutzenhof. 1034 Etikhouen. 1798 144 Einwohner; 1850 189; 1900 150; 1950 145; 2000 179.

Römische Streufunde stammen vom Schöniberg. Nicht untersucht ist eine keltische (?) Viereckanlage auf Egg im Gemeindewald (Schlosshubel). 1034 erhielt der Priester Voko in Muri (AG) die Kirche zu Aetigkofen (Standort unbekannt). Im 13./14. Jahrhundert war Aetigkofen Teil der Herrschaft Buchegg, nach 1391 der solothurnischen Vogtei Bucheggberg, bis 1798 Teil des bernischen Hochgerichts (Landgericht) Zollikofen und des solothurnischen Niedergerichts Aetingen. Aetigkofen gehört zur reformierten Kirchgemeinde Aetingen-Mühledorf; die Kirche wird in Mühledorf besucht. Zehntherr des Ackerbaudorfs mit Zelgensystem war das Spital Solothurn. 1797 wurde die Gemeinweide aufgegeben, 1811 die Allmend unter den Taunern aufgeteilt. 1851 erfolgte der erste Schulhausbau. Aetigkofen blieb landwirtschaftlich-kleingewerblich geprägt. Beachtliche Bausubstanz datiert aus dem 16.-18. Jahrhundert. Seit 1970 erfährt das Dorf einen Ausbau (Einfamilienhäuser, 1975 Mehrzweckhalle von regionaler Bedeutung).

Quellen und Literatur

  • UB SO 1, 11 f.
  • P. Lätt, Bucheggberg, 1994, 88-95

Zitiervorschlag

Peter Lätt: "Aetigkofen", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 23.11.2016. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/001074/2016-11-23/, konsultiert am 30.11.2022.