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Versam

Ehemalige politische Gemeinde des Kantons Graubünden, Kreis Ilanz, Bezirk Surselva. Strassendorf und Hofsiedlungen über der Vorderrheinschlucht und am Eingang zum Safiental, mit Versam-Station, Arezen, Calörtsch sowie Sculms; seit 2013 mit Safien, Tenna und Valendas Teil der neuen politischen Gemeinde Safiental. 1050 a valle Versamia, romanisch Versomi. 1803 357 Einwohner; 1850 396; 1900 316; 1950 354; 2000 255.

Hochmittelalterlicher Königsforst, in dem wenige von Romanen bewohnte Höfe lagen. Ab der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts liessen sich deutschsprachige Walser in Randlagen nieder; im 15. Jahrhundert wurde der Ort völlig germanisiert. Zentrum der Grundherrschaft war die Burg Valendas. Ab dem frühen 17. Jahrhundert löste sich Versam allmählich von Valendas. Die Einführung der Reformation datiert 1523, der Bau der Kirche 1634. Die Anerkennung als selbstständige Gemeinde erlangte Versam erst um 1800; es bildete bis 1851 eine Nachbarschaft der Gerichtsgemeinde Gruob. 1901 erfolgte die Konstituierung der erweiterten politischen Gemeinde Versam mit Arezen und Sculms (bis 1853 bei Bonaduz). Viehwirtschaft und Ackerbau waren die wichtigsten Erwerbsquellen. Die Fahrstrasse Bonaduz-Versam-Ilanz wurde 1880-1881, diejenige ins Safiental 1882-1885 angelegt. Seit 1903 besteht die Station Versam-Safien der Rhätischen Bahn.

Quellen und Literatur

  • S. Sutter-Juon, «Aus Versams Vergangenheit», in BM 1929, 180-188
  • Gem. GR
Von der Redaktion ergänzt
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Zitiervorschlag

Jürg Simonett: "Versam", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 19.11.2013. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/001449/2013-11-19/, konsultiert am 25.05.2024.