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Silvaplana

Polit. Gem. GR, Kreis Oberengadin, Bez. Maloja, auf dem Delta des vom Julierpass hinunter fliessenden Baches Ova dal Vallun, zwischen dem Silvaplanersee (Oberengadiner Seen) und dem Champfèrersee gelegen. Zur 4477 ha grossen Gem. gehören die Weiler Surlej und Albana sowie der Teil des Dorfs Champfèr diesseits des Baches Ova da Suvretta. Rätorom. Silvaplauna. 1804 348 Einw.; 1850 205; 1900 319; 1950 333; 1970 714; 2000 913. Auf dem Julierpass röm. Säulenbruchstücke. 1356 erste Erwähnung einer Kirche, 1491 spätgot. Neubau. 1556 Einführung der Reformation. 1962 Bau der kath. Marienkirche in S. Seit röm. Zeit ist S. ein wichtiges Passdorf. Im 19. Jh. wurde die Passstrasse ausgebaut, Tourismus kam auf, ein Elektrizitätswerk wurde errichtet. Die Zahl der Landwirtschaftsbetriebe ging von 24 im Jahr 1806 auf drei im Jahr 2000 zurück. 1960 setzte ein Bauboom ein. Neben Hotels (2004 acht Hotels, vier Appart-Hotels) wurde eine unterird. Parkgarage für 300 Fahrzeuge, eine unterird. Kläranlage und 2010-2018 eine Umfahrungsstrasse des Dorfs mit einem Tunnel gebaut. S. entwickelte sich zu einem beliebten Segel- und Kitesurf-Zentrum und ist zudem Austragungsort von Weltcup-Veranstaltungen im Windsurfen. 2005 stellte der 3. Sektor 80% der Arbeitsplätze. 2000 waren ca. zwei Drittel der Einwohner von S. deutsch- und nur noch etwa 11% romanischsprachig. Der rätorom. Sprachanteil war in den letzten Jahrzehnten des 20. Jh. zurückgegangen, stabilisierte sich dann und erhöhte sich wieder (2010 33%).

Quellen und Literatur

  • Kdm GR 3, 1940, 413-418
  • Bündner Ztg., 27.3.1982; 8.3.1986
  • Die Südostschweiz, 17.8.2001
  • A. Reich, S., 2002
Weblinks
Weitere Links
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