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Arni (AG)

Politische Gemeinde des Kantons Aargau, Bezirk Bremgarten, am südlichen Ausläufer des Heitersberg gelegen. 1983 aus der Trennung der bisherigen politischen Gemeinde Arni-Islisberg entstanden, doch waren die beiden Ortsgemeinden schon vorher in Steuerbelangen, im Schul-, Bau- und Flurwesen selbstständig. 1184 Arne. 1850 432 Einwohner; 1900 434; 1950 397; 2000 1302 (ohne Islisberg); 2010 1725; 2020 1872.

Einzelfunde aus der Hallstattzeit, Reste eines römischen Gutshofes. Sitz von kyburgisch-habsburgerischen Ministerialen. Güterbesitz der Klöster Frauenthal und Muri sowie des Stiftes St. Leodegar (Luzern). Ab 1415 unter zürcherischem Hochgericht. 1410-1798 Niedergericht und Vogtei bei Bremgarten. Die katholischen Einwohner von Arni sind bis heute nach Lunkhofen pfarrgenössig. 1983 Bau der ökumenischen Johanneskirche. Neben der Landwirtschaft im 18. Jahrhundert Heimarbeit für Seidenindustrie (Hedingen), im 19. Jahrhundert für Strohindustrie (Wohlen). Die Zahl der Landwirtschaftsbetriebe sank von 50 um 1900 auf 12 im Jahr 1991. Der Siedlungsdruck der Agglomeration Zürich brachte nach 1980 ein rasches Ansteigen der Einwohnerzahl, verbunden mit einer starken Bautätigkeit. 1990 befanden sich 54% der Arbeitsplätze im 3. Sektor.

Quellen und Literatur

  • Die Aargauer Gem., 1990, 90 f.
  • W. Rüttimann, Dorfchronik Arni, 1991
Von der Redaktion ergänzt
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GND

Zitiervorschlag

Anton Wohler: "Arni (AG)", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 20.08.2009. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/001660/2009-08-20/, konsultiert am 17.04.2024.