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WidenAG

Politische Gemeinde des Kantons Aargau, Bezirk Bremgarten, die am bewaldeten Südhang des Heitersbergs nahe des Mutschellen liegt und neben dem Dorf Widen seit 1823 die Höfe Hasenberg, Giren und Heinrüti sowie Neubauquartiere umfasst. 1248 Wida. 1837 387 Einwohner; 1850 342; 1900 274; 1950 398; 1970 1277; 1990 3915; 2000 3636.

Das Hoch- und das Niedergericht lagen bis 1415 bei den Habsburgern, dann beim Landvogt in Baden (Amt Rohrdorf). Die niedere Gerichtsbarkeit über den Hof Heinrüti stand dem Benediktinerinnenkloster Hermetschwil zu. 1798-1803 bildete Widen mit Eggenwil eine eigene Munizipalität, seit 1803 ist es eine selbstständige Gemeinde. Die dem heiligen Antonius geweihte Wallfahrtskapelle stammt von 1843. Die 1944 errichtete Bruder-Klausen-Kapelle wurde 1977 zur Pfarrkirche erweitert. 1968 entstand die reformierte Kirche. Die Katholiken in Widen gehören zur Pfarrei Eggenwil, seit 1944 Pfarrei Eggenwil-Widen, die Reformierten zur Kirchgemeinde Bremgarten-Mutschellen. 1902 erhielt das Dorf zwei Haltestellen an der Bremgarten-Dietikon-Bahn. Nach Baden existiert eine Postautoverbindung. In den 1960er Jahren setzte in Widen ein Bauboom ein, der Zuzüger aus dem Kanton Zürich brachte. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts pendelten die meisten Erwerbstätigen in den Grossraum Zürich.

Quellen und Literatur

  • Kdm AG 4, 1967, 404 f.
  • Widen, 1977
  • Die Aargauer Gem., 1990, 130 f.
Weblinks
Normdateien
GND

Zitiervorschlag

Patrick Zehnder: "Widen (AG)", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 29.10.2013. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/001680/2013-10-29/, konsultiert am 15.04.2024.