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Uesslingen

Ehemalige Orts- und Munizipalgemeinde des Kantons Thurgau, politische Gemeinde Uesslingen-Buch, Bezirk Frauenfeld. Uesslingen mit den Weilern Dietingen, Iselisberg und Wyden liegt am rechten Ufer der Thur an der Strasse von Frauenfeld nach Schaffhausen. 1803-1994 bildeten die Ortsgemeinden Buch bei Frauenfeld, Uesslingen und Warth die Munizipalgemeinde Uesslingen. 1094 Uselinga. Munizipalgemeinde Uesslingen: 1850 1011 Einwohner; 1900 746; 1950 799; 1990 918. Ortsgemeinde Uesslingen: 1850 631 Einwohner; 1900 441; 1950 468; 1990 585.

Uesslingen gehörte vom Spätmittelalter bis 1798 zur niederen Gerichtsherrschaft Ittingen. 1420 erhielt es eine Offnung. Herzog Welf VI. schenkte 1152 die Kirche Uesslingen dem Augustinerchorherrenstift Ittingen. Nach der Übernahme des Stifts durch die Kartäuser hatten diese 1461-1831 die Kollatur inne. Nach der Reformation von 1525 wurde die Kirche ab 1549 paritätisch genutzt. 1853 gründeten die Reformierten eine Kirchgemeinde, blieben aber weiterhin mit Hüttwilen verbunden. 1872 wurde die Kirche neu gebaut. Obst- und Weinbau sowie Vieh- und Milchwirtschaft bestimmten das Erwerbsleben in Uesslingen. Über die Thur bestand nur eine Fährverbindung, die 1808 durch eine Holzbrücke abgelöst wurde. 1988 entstand an ihrer Stelle die neue Betonbrücke.

Quellen und Literatur

  • Dorfchronik Uesslingen, 1094-1994, hg. von A. Lenz et al., 1994
  • C. von Burg, Das Hugen-Haus aus Uesslingen TG, 2002
Von der Redaktion ergänzt

Zitiervorschlag

Erich Trösch: "Uesslingen", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 25.09.2014. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/001916/2014-09-25/, konsultiert am 05.03.2024.