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Vezio

Ehemalige politische Gemeinde TI, Bezirk Lugano, 2005 mit Arosio, Breno, Fescoggia und Mugena zur Gemeinde Alto Malcantone fusioniert. V. wurde im Nordosten von der Magliasina begrenzt und erstreckte sich im Norden bis zum Monte Gradiccioli. 1355 Vecio. 1670 194 Einw.; 1801 171; 1850 273; 1900 154; 1950 137; 2000 208.

Vezio: Situationskarte 2004 (Geodaten: Bundesamt für Statistik, Swisstopo, OpenStreetMap) © 2022 HLS.
Vezio: Situationskarte 2004 (Geodaten: Bundesamt für Statistik, Swisstopo, OpenStreetMap) © 2022 HLS.

Im SpätMA besassen der Bischof und das Kloster S. Abbondio von Como Güter und Rechte in V. Bis 1626 war V. nach Breno, dann nach Mugena pfarrgenössig und bildete ab 1684 eine Vizepfarrei. Auf dem Fundament eines wahrscheinlich roman., 1444 erw. Vorgängerbaus entstand 1745 die Pfarrkirche S. Bartolomeo, deren Inneres mit wertvollen Stuckaturen von Künstlern aus dem Malcantone geschmückt ist. Bis Ende des 19. Jh. zog ein Teil der Einwohner von V. periodisch an die Ostflanken des Monte S. Maria und des Monte Cervello, die auf die Bucht von Agno und das Valle del Vedeggio gerichtet sind. Bis zum 2. Weltkrieg wanderten viele Bauarbeiter aus. Auf der Höhe von Ponte Busgnone war zu Beginn des 20. Jh. an der Magliasina ein kleines Wasserkraftwerk in Betrieb.

Quellen und Literatur

  • V., hg. von V.F. Raschèr, M. Frasa, 1985

Zitiervorschlag

Bernardino Croci Maspoli: "Vezio", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 28.11.2022, übersetzt aus dem Italienischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/002217/2022-11-28/, konsultiert am 06.12.2022.