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Moghegno

Ehemalige politische Gemeinde des Kantons Tessin, Bezirk Vallemaggia, seit 2004 mit Aurigeno, Coglio, Giumaglio, Lodano und Someo Teil der Gemeinde Maggia. Das Dorf Moghegno liegt ca. 15 km von Locarno entfernt auf der rechten Talseite. 1335 Mogeno. 1591 53 Haushalte; 1761 300 Einwohner; 1801 294; 1850 392; 1900 264; 1950 205; 2000 336; 2003 376.

Moghegno: Situationskarte 2003 (Geodaten: Bundesamt für Statistik, Swisstopo, OpenStreetMap) © 2022 HLS.
Moghegno: Situationskarte 2003 (Geodaten: Bundesamt für Statistik, Swisstopo, OpenStreetMap) © 2022 HLS.

Röm. Gräberfeld (1.-3. Jh. n.Chr.). Im MA bildete M. eine Genossenschaft mit Lodano und Aurigeno, von der sich das Dorf vor 1531 löste. 1643 trennte es sich von der Pfarrei Aurigeno. Die Kirche S. Maria della Natività ist 1479 belegt. Das heutige Gotteshaus wurde im 17. Jh. als Erweiterung eines älteren Gebäudes erstellt. Es enthält 1842 gefertigte Gemälde von Giovanni Antonio Vanoni, der auch die südlich des Dorfes gelegene Kapelle S. Maria Annunziata von 1850 ausmalte. Neben Ackerbau, Weinbau und Viehzucht stellte die Auswanderung nach Italien bzw. nach 1850 auch nach Übersee jahrhundertelang eine wichtige Einnahmequelle für die Bevölkerung dar. Im Dorf sind noch zwei Torfgruben aus dem 15. Jh. erhalten. Das Kraftwerk von 1914 wurde 1955 geschlossen. Die Überschwemmung von 1978 zerstörte die Brücke zwischen M. und Maggia. 2000 waren ungefähr zwei Drittel der Erwerbstätigen Pendler, v.a. in die Agglomeration Locarno.

Quellen und Literatur

  • La necropoli romana di Moghegno, Ausstellungskat. Cevio, 1995
  • Moghegno, hg. von A. Tomasi, A. Poncini, 2004

Zitiervorschlag

Daniela Pauli Falconi: "Moghegno", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 23.09.2022, übersetzt aus dem Italienischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/002272/2022-09-23/, konsultiert am 30.11.2022.