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Pampigny

Ehemalige politische Gemeinde des Kantons Waadt, Bezirk Morges, am Fuss des Jura gelegen, 2021 mit Apples, Bussy-Chardonney, Cottens, Reverolle und Sévery zur Gemeinde Hautemorges fusioniert. 1141 Pampiniaco. 1453 120 Feuerstätten (Pampigny, Cottens, Montricher, Sévery); 1764 393 Einwohner; 1850 627; 1870 555; 1900 650; 1950 528; 1970 445; 2000 828; 2010 989; 2020 1126.

Pampigny: Situationskarte 2020 (Geodaten: Bundesamt für Statistik, Swisstopo, OpenStreetMap) © 2021 HLS.
Pampigny: Situationskarte 2020 (Geodaten: Bundesamt für Statistik, Swisstopo, OpenStreetMap) © 2021 HLS.

Das Gebiet der ehemaligen Gemeinde war schon zu römischer Zeit und im Frühmittelalter besiedelt; im Mittelalter war es in vier Lehen unterteilt. Pampigny war als grösstes dieser vier Lehen dem Schloss Cossonay unterstellt. Im 17. Jahrhundert liess die Familie de Mestral dort ein Schloss errichten, das die Gemeinde 1836 erwarb und als Schulhaus nutzte. Pampigny gehörte unter bernischer Herrschaft zur Landvogtei Morges (Zwölferrat), 1798-2006 zum helvetischen Distrikt bzw. Bezirk Cossonay und ab 2006 zum Bezirk Morges. Nach der Reformation wurde nur noch der romanische Chor der Pfarrkirche Saint-Pierre benutzt. 1736 folgte der Umbau der Kirche. Nach der Beteiligung am Bau der Linie Apples-L'Isle der Bière-Apples-Morges-Bahn 1896 und der Erstellung einer Hochdruckwasserversorgung sah sich der Gemeinderat 1902 genötigt, eine Gemeindesteuer zu erheben. 1983 entstand das neue Schulhaus Collège du Champ-Carré. Einen Grossteil der berufstätigen Einwohner bilden Landwirte und Pendler.

Quellen und Literatur

  • Bissegger, Isabelle: La paroisse de Pampigny du milieu du XIVe siècle à 1536, Lizentiatsarbeit, Universität Lausanne, 1973.
  • Grandjean, Marcel: Les temples vaudois. L'architecture réformée dans le Pays de Vaud (1536-1798), 1988, S. 77-78, 176-179.
Kurzinformationen
Ersterwähnung(en)
1141: Pampiniaco

Zitiervorschlag

Béboux, François: "Pampigny", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 01.11.2021, übersetzt aus dem Französischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/002344/2021-11-01/, konsultiert am 05.12.2021.