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Montalchez

Ehemalige politische Gemeinde des Kantons Neuenburg, Bezirk Boudry, bildet seit 2018 mit Bevaix, Fresens, Gorgier, Saint-Aubin-Sauges und Vaumarcus die Gemeinde La Grande Béroche. Das Gebiet von Montalchez schloss den 1340 belegten und Ende des 18. Jahrhunderts aufgelassenen Weiler Erperens (villula de Orperens) mit ein. 1340 villa de Montallichie. 1750 178 Einwohner und 38 Häuser; 1850 338; 1900 314; 1950 207; 1970 135; 2000 184; 2010 236; 2017 240.

Montalchez: Situationskarte 2017 (Geodaten: Bundesamt für Statistik, Swisstopo, OpenStreetMap) © 2019 HLS.
Montalchez: Situationskarte 2017 (Geodaten: Bundesamt für Statistik, Swisstopo, OpenStreetMap) © 2019 HLS.

Mehrere Schalensteine, Spuren der Vy d'Etra, einer römischen Strasse, und vermutlich römische Grundmauern bei Sous la Ville, burgundisches Gräberfeld bei La Chambrette. Der Ort gehörte anfänglich zum Allod Gorgier, das im 13. Jahrhundert in die Hände der Herren von Stäffis übergegangen war. 1344 wurde die Kastlanei Gorgier Lehensgut der Grafen von Neuenburg. Montalchez ist Teil der Region La Béroche und gehörte zur Pfarrei bzw. Kirchgemeinde Saint-Aubin. Das Dorf mit seiner unauffälligen Vergangenheit war im Wesentlichen immer auf die Landwirtschaft ausgerichtet und hat bis zu Beginn des 21. Jahrhunderts seinen ländlichen Charakter bewahrt. Am Ende des 18. und während des 19. Jahrhunderts übte ein kleiner Teil der Bevölkerung eine handwerkliche Tätigkeit aus (v.a. Spitzenklöppelei).

Quellen und Literatur

  • B. Vauthier, Terre entre lac et Jura, la Béroche, 1985