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Villiers

Ehemalige politische Gemeinde des Kantons Neuenburg, Bezirk Val-de-Ruz, bildet seit 2013 mit Boudevilliers, Cernier, Chézard-Saint-Martin, Coffrane, Dombresson, Engollon, Fenin-Vilars-Saules, Fontainemelon, Fontaines (NE), Le Pâquier (NE), Les Geneveys-sur-Coffrane, Les Hauts-Geneveys, Montmollin und Savagnier die neue Gemeinde Val-de-Ruz. Das im Osten des Tals gelegene Villiers umfasste das gleichnamige Dorf am Fuss des Chaumont in der Nähe der Quelle des Seyon, den Weiler Clémesin sowie auf dem Bergkamm zwischen Chaumont und Chasseral die Sennhöfe La Dame, Chuffort, Aarberg (den Aarberg 1593 erwarb und Villiers 1854 abtrat), L'Ile und Dombresson-Frienisberg. 1191 in Vilar, 1308 de Villier. 1531 12 Feuerstätten; 1750 198 Einwohner; 1850 288; 1900 399; 1950 245; 2000 394.

Nicht erforschte römische Fundstelle. Villiers unterstand der Herrschaft und Mairie Valangin. 1483 teilten Villiers und Dombresson Weiden und Wälder unter sich auf. Kirchlich gehörte Villiers seit alters zu Dombresson. Die seit 1694 bekannte Mineralquelle wird nicht genutzt. Am Ufer des Seyon entstanden Mühlen. Im landwirtschaftlich geprägten Dorf siedelten sich Anfang des 20. Jahrhunderts auch Handwerks- und Uhrenbetriebe an. 1903 wurde die Schmalspurbahn von Les Hauts-Geneveys bis Villiers geführt, 1948 durch einen Trolleybus (Les Hauts-Geneveys-Villiers und Neuenburg-Villiers) und 1986 durch einen Autobus ersetzt. Seit 1965 besuchen die Schüler die Kreisschule in Dombresson, seit 1980 entwickelte sich Villiers zu einem Wohndorf.

Quellen und Literatur

Weblinks
Normdateien
GND

Zitiervorschlag

Maurice Evard: "Villiers", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 14.02.2017, übersetzt aus dem Französischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/002871/2017-02-14/, konsultiert am 24.05.2024.