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Mettembert

Polit. Gem. JU, Bez. Delsberg. Am exponierten Hang eines abgelegenen Tals im Nordwesten von Delsberg gelegen. 1170 Mettenbere, 1208 (Kopie 1488) Mettenberg, dt. früher Mittemberg. 1818 95 Einw.; 1850 113; 1900 104; 1950 93; 2000 116; 2010 123.

Mettembert: Situationskarte 2020 (Geodaten: Bundesamt für Statistik, Swisstopo, OpenStreetMap) © 2020 HLS.
Mettembert: Situationskarte 2020 (Geodaten: Bundesamt für Statistik, Swisstopo, OpenStreetMap) © 2020 HLS.

Der Ort war eine Herrschaft (Courtine) der Klostergemeinschaft Kleinlützel, dann des Augustiner-Chorherrenstifts in Basel, bevor er 1287 wieder vom Fürstbf. von Basel übernommen und Teil von dessen Herrschaft Delsberg wurde. Der Zehnte gehörte den Gf. von Thierstein, dann der Abtei Lützel. 1793-1813 war M. den franz. Dep. Mont-Terrible und Haut-Rhin angegliedert, danach zählte es zum Kt. Bern (1815-1978, Oberamt bzw. Amtsbez. Delsberg). Die Bewohner von M. waren immer nach Movelier kirchgenössig. Die Kapelle Sainte-Anne von 1819 wurde 1970 neu erstellt. Seit 1853 ist M. eine gemischte Gemeinde. 1984 entschieden die Bürger, den dt. Gemeindenamen in das franz. M. umzuwandeln. M. hat seinen ländl. Charakter bis ins 21. Jh. hinein bewahrt.

Quellen und Literatur

  • A. Daucourt, Dictionnaire historiques des paroisses de l'ancien Evêché de Bâle 4, 1901, 15-19 (Neudr. 1980)

Zitiervorschlag

Kohler, François: "Mettembert", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 07.07.2020, übersetzt aus dem Französischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/002943/2020-07-07/, konsultiert am 16.06.2021.