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Movelier

Polit. Gem. JU, Bez. Delsberg. Liegt in der Ebene nördlich von Delsberg, nahe der franz. Grenze an der Strasse von Soyhières nach Moulin-Neuf (Gem. Pleigne, an der Grenze zum Elsass). 1188 Moderswilre, dt. früher Moderswiler. 1818 303 Einw.; 1850 386; 1900 272; 1950 350; 2000 390; 2010 372.

Movelier: Situationskarte 2020 (Geodaten: Bundesamt für Statistik, Swisstopo, OpenStreetMap) © 2020 HLS.
Movelier: Situationskarte 2020 (Geodaten: Bundesamt für Statistik, Swisstopo, OpenStreetMap) © 2020 HLS.

Zur Herrschaft Löwenburg, dann den Gf. von Thierstein gehörig und 1454 vom Fürstbf. von Basel käuflich erworben. Damit wurde M. eines der dreizehn freien Dörfer im Delsberger Tal. Die Abtei Lützel besass ab Beginn des 16. Jh. bis 1792 fast das gesamte Gemeindegebiet und die Kollatur der Pfarrei. 1793-1813 zählte M. zum franz. Dep. Mont-Terrible, danach zum Dep. Haut-Rhin und 1815-1978 zum Kt. Bern (Oberamt und Amtsbez. Delsberg). Zur Pfarrei gehörte auch das benachbarte Mettembert. Die Kirche Saint-Germain-d'Auxerre wurde 1734 neu erbaut. Seit 1853 ist M. eine Gemischte Gemeinde. Landwirtschaft und Holzhandel bildeten in M. die wirtschaftl. Grundlage. Zu Beginn des 21. Jh. war die Gem. noch immer auf die Landwirtschaft ausgerichtet, doch waren die meisten Einwohner Pendler.

Quellen und Literatur

  • L. Vautrey, Notices historiques sur les villes et les villages du Jura bernois 5, 1881, 351-369 (Neudr. 1979)
  • A. Daucourt, Dictionnaire historique des paroisses de l'ancien évêché de Bâle 3, 1900, 3-14 (Neudr. 1980)

Zitiervorschlag

Kohler, François: "Movelier", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 07.07.2020, übersetzt aus dem Französischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/002945/2020-07-07/, konsultiert am 23.01.2021.