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Rossemaison

Polit. Gem. JU, Bez. Delsberg. 1462 Rosemason, dt. früher Rottmund. 1818 138 Einw.; 1850 185; 1900 192; 1910 250; 1950 248; 2000 501; 2010 552.

Rossemaison: Situationskarte 2020 (Geodaten: Bundesamt für Statistik, Swisstopo, OpenStreetMap) © 2020 HLS.
Rossemaison: Situationskarte 2020 (Geodaten: Bundesamt für Statistik, Swisstopo, OpenStreetMap) © 2020 HLS.

Das Dorf gehörte zur Propstei Moutier-Grandval im Fürstbistum Basel und war Teil von sous les Roches, das nach der Reformation beim alten Glauben blieb. Unter franz. Herrschaft (1793-1813) unterstand R. den Dep. Mont-Terrible bzw. Haut-Rhin; dann kam es an den Kt. Bern (1815-1978), wo es dem Oberamt Moutier, später dem gleichnamigen Amtsbez. zugeteilt wurde. R. lag im Grenzbereich zwischen den im Jurakonflikt (Plebiszite vom Juni 1974 und Mai 1975) projurassisch bzw. berntreu gesinnten Gemeinden. In der Abstimmung vom 7.9.1975 sprach sich die Gem. für den Anschluss an den geplanten Kt. Jura aus. Kirchlich ist R. der Pfarrei Courrendlin angegliedert. Die 1869-70 erbaute Kapelle Notre-Dame-de-la-Salette wird seit 1983 als Kulturzentrum genutzt. Die neue Kapelle mit demselben Patrozinium entstand 1969. Seit 1854 ist R. eine gemischte Gemeinde. Obwohl im alten Dorfkern noch einige Bauernhöfe aus dem 18. und 19. Jh. erhalten sind, hat R. sich aufgrund seiner Nähe zu Delsberg überwiegend zur Wohngem. entwickelt.

Quellen und Literatur

  • A. Daucourt, Dictionnaire historique des paroisses de l'ancien évêché de Bâle 1, 1897, 231-233 (Neudr. 1980)
  • Rossemaison, notre village, 1976-

Zitiervorschlag

Kohler, François: "Rossemaison", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 13.07.2020, übersetzt aus dem Französischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/002948/2020-07-13/, konsultiert am 13.06.2021.