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Goumois

Ehem. polit. Gem. JU, Bez. Freiberge, seit 2009 zusammen mit Les Pommerats Teil der polit. Gem. Saignelégier. G. umfasste die Weiler Belfond und Vautenaivre, die vom 19. Jh. bis zu deren Auflösung 1968 Fraktionen bildeten. Schweizerischer Teil eines Grenzdorfes, das beidseits des Doubs liegt. 1177 Gamoensis ecclesia. 1818 174 Einw.; 1850 262; 1900 228; 1950 156; 1980 103; 2000 158; 2008 82.

Goumois: Situationskarte 2008 (Geodaten: Bundesamt für Statistik, Swisstopo, OpenStreetMap) © 2020 HLS.
Goumois: Situationskarte 2008 (Geodaten: Bundesamt für Statistik, Swisstopo, OpenStreetMap) © 2020 HLS.

G. gehörte zum Priorat von Lanthenans, welches das Dorf (die Kirche ausgenommen) 1247 an den Gf. von Montbéliard abtrat. 1304 ging es an den Herrn von Montfaucon, den Begründer der Herrschaft Franquemont, von der es bis zu deren Auflösung 1780 abhing. 1792-93 war G. Teil der Raurach. Republik und folgte dann dem Schicksal der Freiberge. Auf Geheiss des Gf. von Montbéliard trat die Pfarrei von G. 1601 zum Luthertum über, kehrte aber 1658 zum Katholizismus zurück, als die Lehenshoheit des Fürstbf. von Basel über Franquemont anerkannt wurde. 1783 wurde G. der Kirchgem. Les Pommerats angegliedert. Die Einwohner erhielten 1830 die Genehmigung, den Gottesdienst in G. auf der franz. Seite abzuhalten, wo die Kirche steht. Die Schule liegt auf der schweizerischen Flussseite. Das auf Tourismus ausgerichtete G. bietet Kanufahren, Fischen und Wandern an.

Quellen und Literatur

  • A. Bandelier, «Mémoire collective et histoire: la Réforme luthérienne dans la seigneurie de Franquemont», in Le Pays de Montbéliard et l'ancien Evêché de Bâle dans l'histoire, 1984, 141-159
Weblinks
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GND

Zitiervorschlag

Rebetez, Claude: "Goumois", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 13.07.2020, übersetzt aus dem Französischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/002963/2020-07-13/, konsultiert am 28.09.2020.