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Damphreux

Ehemalige politische Gemeinde des Kantons Jura, Bezirk Pruntrut, 2023 mit Lugnez zur Gemeinde Damphreux-Lugnez fusioniert. 1161 Damfriol. 1818 246 Einwohner; 1850 344; 1900 294; 1950 276; 1990 150; 2000 166; 2010 167; 2020 181.

Damphreux: Situationskarte 2020 (Geodaten: Bundesamt für Statistik, Swisstopo, OpenStreetMap) © 2020 HLS.
Damphreux: Situationskarte 2020 (Geodaten: Bundesamt für Statistik, Swisstopo, OpenStreetMap) © 2020 HLS.

In Damphreux besassen das Kapitel von Saint-Ursanne ein freies Allod (1178) und die Abtei Bellelay sowie das Kapitel von Moutier-Grandval (1396) Leihegüter. Bis zum Ende des 13. Jahrhunderts war Damphreux Teil der Grafschaft Pfirt (Grafschaft) und ging nachher an die Kastvogtei Ajoie (Kastvogtei) über, die ins Fürstbistum Basel integriert war. Die Gemeinde gehörte bis 1792 zur Mairie von Cœuve, 1793-1814 zu den französischen Departementen Mont-Terrible und Haut-Rhin sowie 1815-1978 zum bernischen Oberamt bzw. Amtsbezirk Pruntrut. 1836 wurde Damphreux eine Gemischte Gemeinde. Der Überlieferung zufolge ist Damphreux die älteste Pfarrei der Ajoie. Sie umfasste bis 1619 Bonfol und Vendlincourt, bis 1802 Lugnez und Beurnevésin und gehörte bis 1779 zur Diözese Besançon, nachher zum Bistum Basel. Die Kirche Saints-Ferréol-et-Ferjeux wurde 1715 restauriert und 1867 neu erbaut. Das Dorf ist von der Landwirtschaft geprägt. 1991 wurde eine Güterzusammenlegung durchgeführt.

Quellen und Literatur

  • Vautrey, Louis: Le Jura bernois. Notices historiques sur les villes et les villages du Jura bernois, Bd. 1, 1863, S. 355-373 (Neudruck 1979).
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Kurzinformationen
Ersterwähnung(en)
1161: Damfriol

Zitiervorschlag

Dominique Prongué: "Damphreux", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 09.08.2023, übersetzt aus dem Französischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/002990/2023-08-09/, konsultiert am 20.04.2024.