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Roche-d'Or

Ehem. polit. Gem. JU, Bez. Pruntrut, die seit 2009 mit Chevenez, Damvant und Réclère die Gem. Haute-Ajoie bildet. Das Dorf liegt auf einer Terrasse auf dem Hügelzug des Lomont in der Haute-Ajoie, südlich der Strasse Pruntrut-Damvant. 1283 Goldenvels, dt. früher Goldenfels. 1818 91 Einw.; 1850 128; 1900 77; 1950 74; 2000 33; 2008 37.

Roche-d'Or: Situationskarte 2008 (Geodaten: Bundesamt für Statistik, Swisstopo, OpenStreetMap) © 2020 HLS.
Roche-d'Or: Situationskarte 2008 (Geodaten: Bundesamt für Statistik, Swisstopo, OpenStreetMap) © 2020 HLS.

Westlich von R. befindet sich die Ruine der 1595 zerstörten Burg, die der Fürstbf. von Basel Heinrich von Isny 1283 errichten liess, als er mit dem Gf. de Montbéliard um den Besitz der Ajoie kämpfte. R. war das Verwaltungszentrum einer Herrschaft, die Damvant, Grandfontaine, Réclère, Chevenez und Fahy umfasste. In den Burgunderkriegen wurde die Herrschaft, welche die Gf. de Montbéliard als Pfand innehatten, vom Fürstbischof zurückerobert. Nachdem R. Teil des Meieramts Chevenez geworden war, gehörte es unter franz. Herrschaft 1793-1813 den Departementen Mont-Terrible bzw. Haut-Rhin und 1815-1978 dem Kt. Bern an (Oberamt bzw. Amtsbez. Pruntrut). R. war stets nach Grandfontaine pfarrgenössig. 1836 wurde es zur Gemischten Gemeinde. Das nach wie vor landwirtschaftlich geprägte R. sprach sich bei der Volksbefragung über die Selbstbestimmung am 23.6.1974 mit 17 zu 9 Stimmen gegen die Schaffung des Kt. Jura aus.

Quellen und Literatur

  • A. Daucourt, Dictionnaire historique des paroisses de l'ancien évêché de Bâle 2, 1899, 131-138 (Neudr. 1980)