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Appenthel

Ursprünglich aus der Waadt stammende Familie, deren Angehörige im 17. und 18. Jahrhundert oft staatliche und kirchliche Ämter bekleideten. Pierre Apostello ist 1551 als Bürger von Freiburg erwähnt. Sein Sohn Gaspard (1620) amtierte 1605-1610 als Schultheiss von Murten. Dessen Sohn Guillaume (1643) war 1627-1632 Vogt von Jaun. Josse, Dr. theol., wirkte 1676-1708 als Pfarrer in Tafers. Die Linie seines Sohnes Pierre starb aus. Diejenige des Sohnes Rodolphe (1675), Grossrats, und von dessen Enkel François Pierre (1717-1793), nach einem Medizinstudium in Montpellier (F) Arzt in Freiburg, erlosch mit der dritten, Letzterem nachfolgenden Generation. Ein weiterer Enkel, Jean Melchior (vor 1749), hatte die Söhne Jean Pierre Joseph (1793), 1764-1769 Vogt von Romont (FR) und Geheimer Rat, Pierre Joseph (1736-1807), 1758-1807 Rektor der Liebfrauenkirche und Mitglied des bischöflichen Hofs, sowie François Nicolas (1768), Venner, danach Stadtmajor. Sein Sohn Joseph (1768-1798), in französischen Diensten ertrunken, nannte sich unrechtmässig Chevalier d'Appenthel. Dessen älterer Bruder Jean Pierre Joseph Justin (1767-1848) war Grossrat, Archivar, 1814-1825 Staatskanzler und 1831 Gerichtspräsident. Mit Adolphe Frédéric (1872-1903) erlosch die Familie.

Quellen und Literatur

  • NEF 14, 1880, 12-14
  • C. de Raemy, «Notice historique et généalogique sur la branche fribourgeoise de la famille Appenthel», in RHV, 1904, 65-73, 97-107
Kurzinformationen
Variante(n)
Apostello
d'Appenthel

Zitiervorschlag

Walter Troxler: "Appenthel", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 14.08.2001. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/003025/2001-08-14/, konsultiert am 13.06.2024.