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GeorgSchmid von Grüneck

21.11.1851 Sumvitg, 6.5.1932 Chur, katholisch, von Sumvitg. Sohn des Martial Anton Modest, Majors der päpstlichen Schweizertruppen, und der Maria Magdalene Carolina geborene Crufer. Theologiestudium in London (unter dem Einfluss von Kardinal Henry Edward Manning) und Chur, 1875 Ordination, 1878 Dr. iur. utr. in Rom. 1880-1889 Professor am Priesterseminar in Chur, 1889-1898 bischöflicher Kanzler, 1898-1908 Generalvikar des Bistums und Regens des Priesterseminars. 1908 Wahl und Weihe zum Bischof von Chur. Weitgereist und sprachgewandt, wurde Georg Schmid von Grüneck unter Papst Benedikt XV. in die vatikanische Diplomatie eingeschaltet und beteiligte sich im Sommer 1917 während des Ersten Weltkriegs an der päpstlichen Friedensoffensive. Er pflegte unter anderem persönliche Kontakte zu Erzherzog Franz Ferdinand von Habsburg und zum deutschen Politiker Matthias Erzberger. Er besass gute kanonistische und organisatorische Fähigkeiten. Im Modernismusstreit folgte er stramm der römischen Linie und schaltete sich 1910 mit Heinrich Federer integralistisch in den katholischen Literaturstreit ein. Andererseits setzte er sich in Rom auch erfolgreich für seinen Regens Anton Gisler ein, den Dogmatiker und späteren Weihbischof, als dieser nach Erscheinen seines Buchs "Der Modernismus" (1912) selbst des Modernismus verdächtigt wurde.

Quellen und Literatur

  • HS I/1, 504
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Familiäre Zugehörigkeit
Lebensdaten ∗︎ 21.11.1851 ✝︎ 6.5.1932

Zitiervorschlag

Albert Gasser: "Schmid von Grüneck, Georg", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 19.08.2011. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/003027/2011-08-19/, konsultiert am 25.04.2024.