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Latsch

Ehemalige Gemeinde des Kantons Graubünden, Region Albula, rechts über der Albula auf einer Terrasse auf 1588 m. Sie war mit dem gleichnamigen Haufendorf 1912-2017 Teil der Gemeinde Bergün/Bravuogn und kam mit dieser 2018 zur Gemeinde Bergün Filisur. 1154 de Lacis. 1579 113 Einwohner; 1808 112; 1850 141; 1900 129; 1910 112.

Das obere Albulatal wurde im Hochmittelalter von Romanen besiedelt. 1154 ist ein bischöflicher Hof in Latsch erwähnt, 1523 die Kapelle St. Nicolaus. 1590 nahm Latsch die Reformation an und löste sich 1620 von der Mutterkirche Bergün. 1689 trennte es sich kirchlich auch von Stuls. Latsch besass bis 1851 ein eigenes Zivilgericht und war bis 1912 eine selbstständige Gemeinde. Die Bewohner betrieben Viehwirtschaft und Ackerbau und bauten bis ins 19. Jahrhundert auch Eisenerz ab. 1891 erfolgte der Bau der Fahrstrasse von Bergün nach Latsch.

Quellen und Literatur

  • G.G. CloettaBergün-Bravuogn, 1937 (31978)
  • E. Poeschel, Herrschaft, Prätigau, Davos, Schanfigg, Churwalden, Albulatal, 1937, S. 389-390 (Die Kunstdenkmäler des Kantons Graubünden, Bd. 2)
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Kurzinformationen
Ersterwähnung(en)
1154: de Lacis