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Wergenstein

Ehemalige Gemeinde des Kantons Graubünden, Region Viamala, Dorfsiedlung (1485 m) am oberen Schamserberg gelegen. Wergenstein bildete mit Casti 1923-2020 die Gemeinde Casti-Wergenstein, die ihrerseits 2021 mit Donat, Lohn und Mathon zur Gemeinde Muntogna da Schons fusionierte. 1219 Vergasteno, romanisch Vargistagn. 1808 85 Einwohner; 1850 68; 1900 22; 1920 23.

Im Gebiet von Wergenstein wurde eine Nekropole aus dem 6. und 7. Jahrhundert ausgegraben. Die Burgstelle blieb ohne urkundliche Hinweise. Die Annahme einer frühen Höhenumgehung der Rofla- und Viamalaschlucht über Wergenstein gilt als unwahrscheinlich. Das Dorf trat vor 1538 zur Reformation über und die Kapelle St. Calixt wird 1538 erwähnt. 1851 wurde Wergenstein dem Kreis Schams im Bezirk Hinterrhein zugeteilt. 1924-1926 erfolgte der Bau der Fahrstrasse. 1931 richtete der Schweizerische Metall- und Uhrenarbeiterverband im Dorf ein Hotel ein, das die Geschäftsstelle des 2013 anerkannten regionalen Naturparks Beverin beherbergt. Rund 55% der Einwohner von Casti-Wergenstein waren 2000 romanischsprachig.

Quellen und Literatur

Weblinks
Weitere Links
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Kurzinformationen
Ersterwähnung(en)
1219: Vergasteno
Endonyme/Exonyme
Vargistagn (romanisch)
Wergenstein (deutsch)

Zitiervorschlag

Jürg Simonett: "Wergenstein", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 22.07.2021. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/003258/2021-07-22/, konsultiert am 09.12.2022.