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Costa Rica

Situationskarte Costa Rica © 2001 HLS und Kohli Kartografie, Bern.
Situationskarte Costa Rica © 2001 HLS und Kohli Kartografie, Bern.

Entsprechend der peripheren Lage C.s, das sich nach dem Scheitern der zentralamerikan. Einigungsversuche 1848 als unabhängige Republik konstituierte, beschränkten sich die Kontakte der Schweiz zu C. im 19. Jh. auf punktuelle Exportbestrebungen und vereinzelte Schweizer Einwanderer. Ab ca. 1890 spielten versch. Schweizer, u.a. Henri François Pittier, eine wichtige Rolle in der Entwicklung des costarican. Bildungswesens. Seit 1896 unterhält C. Generalkonsulate in Bern und Genf. 1912, die Schweizer Kolonie zählte inzwischen ca. 100 Personen, ernannte der Bund in San José einen Honorarkonsul, den Mitbegründer einer landwirtschaftl. Siedlung in der Provinz Cartago, an die der heutige Distriktname La Suiza erinnert. Während des 2. Weltkriegs hatte die Schweiz ein offizielles Schutzmachtmandat für C. in Deutschland inne, de facto auch in Belgien, Frankreich und der Tschechoslowakei. Das ab 1959 bestehende Generalkonsulat wurde 1967 in den Rang einer Botschaft erhoben und ist zusätzlich für die diplomat. Beziehungen mit Nicaragua und Panama zuständig. C. verfügt nach versch. temporären Vertretungen seit 1981 über eine ständige Botschaft in Bern. Die schweiz. Exporte nach C. (v.a. Baumwollstoffe, Uhren, Kondensmilch, Schokolade, seit den 1920er Jahren auch vermehrt pharmazeut. Produkte und Maschinen) hatten seit der Eröffnung des Konsulats stetig zugenommen und belegten in den 1930er Jahren den 6. Rang in der costarican. Einfuhrstatistik. C. führte v.a. Kaffee, später auch Bananen in die Schweiz aus. Auf Betreiben des Bundes anerkannte C. 1937 das Meistbegünstigungsrecht für schweiz. Importgüter. Allerdings stellten erst der Vergleichs-, Gerichts- und Schiedsvertrag sowie ein Abkommen die Investitionen betreffend (inkl. Meistbegünstigungsklausel) von 1965 die Handelsbeziehungen mit C. auf eine vertragl. Basis. 1971 folgte ein Abkommen über die techn. und wissenschaftl. Zusammenarbeit. Ende der 1990er Jahre fiel der Saldo der Handelsbilanz stets zugunsten von C. aus. Seit Ende der 1960er Jahre unterstützt die Schweiz Entwicklungsprojekte in C. Die Bezeichnung "Schweiz Amerikas" spielt auf die für die Region ungewöhnliche polit. Stabilität (seit 1948) an.

Quellen und Literatur

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