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Mongolei

Situationskarte Mongolei © 2004 HLS und Kohli Kartografie, Bern.
Situationskarte Mongolei © 2004 HLS und Kohli Kartografie, Bern.

Die heutige M. entstand aus der chines. Provinz Äussere M., die 1911 die Unabhängigkeit erlangte. Nachdem sie 1924 in eine Volksrepublik umgewandelt worden war, unterhielt sie enge Kontakte zur UdSSR. In den 1990er Jahren führte sie ein Mehrparteiensystem ein und änderte ihren Namen in Republik M. Ab den 1920er Jahren hielten sich einige Schweizer (Abenteurer, Kaufleute, Handwerker, Ethnologen) in der M. auf. Von ihren Reisen zeugen Exponate im Hist. Museum Bern und im Museum Allerheiligen in Schaffhausen. Zu den Schweizer Pionieren in der M. zählt der Baufachmann Karl Alfred Gehring, der 1926-30 für die mongol. Regierung arbeitete. Weil die Schweiz nicht als erster nichtkommunist. Staat diplomat. Beziehungen aufnehmen und dadurch das Verhältnis zu China und der UdSSR belasten wollte, anerkannte sie die M. in den 1950er Jahren nicht. Nachdem die M. 1961 in die UNO aufgenommen worden war, baute der Bundesrat jedoch in Übereinstimmung mit seiner Neutralitäts- und Universalitätspolitik durch Schweizer Diplomaten in Moskau (ab 1964) und später in Peking Beziehungen zu ihr auf. Von 1997-2006 wurden vier bilaterale Abkommen unterzeichnet. 2007 besuchte Pascal Couchepin als erster Bundesrat offiziell die M. Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit eröffnete 2004 ein Büro in Ulan-Bator. 2012 bewilligte der Bundesrat gesamthaft 13 Mio. Fr. für die Entwicklungszusammenarbeit. Der Handelsverkehr fällt bescheiden aus. 2012 betrugen die schweiz. Importe (Wolle, Textilien, Felle) 4,1 Mio. Fr., die Exporte nach der M. 10,6 Mio. Fr. 2013 lebten 23 Schweizer in der M. und 502 Mongolen in der Schweiz.

Quellen und Literatur

  • EDA, Dok.