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Senegal

Situationskarte Senegal © 2007 HLS und Kohli Kartografie, Bern.
Situationskarte Senegal © 2007 HLS und Kohli Kartografie, Bern.

Als 1928 in Dakar ein Schweizer Konsulat eröffnet wurde, hielten sich rund 100 Schweizer in S. auf, meist kaufmänn. Angestellte, Kaufleute, Plantagenbesitzer oder Vertreter. In den 1950er Jahren stieg die Zahl auf über 200 Schweizer (v.a. in Dakar). Die Berufspalette erweiterte sich um Entwicklungshelfer, Missionare, Vertreter von Schweizer oder ausländ. Firmen, Banken und Ingenieurbüros sowie in der Lebensmittelindustrie, in der Hotellerie oder im Tourismus tätige Personen. Am 20.6.1960 erfolgte die Anerkennung der Föderation Mali durch den Bundesrat, die sich nach der Abspaltung S.s aber bald wieder auflöste. Am 19.9.1960 anerkannte jener S., nahm diplomat. Beziehungen auf und eröffnete 1961 eine Botschaft. Nach dem Muster anderer mit afrikan. Staaten geschlossener Abkommen wurde 1962 ein Vertrag über Handel, Investitionsschutz und techn. Zusammenarbeit unterzeichnet. Dennoch hielten sich die Schweizer Finanzkreise zunächst zurück, und der Handel mit Kakao, Erdnüssen, Fisch und Krustentieren einerseits sowie Maschinen, Uhren und chem. Produkten anderseits blieb relativ beschränkt. In den 1970ern Jahre verstärkte sich die wirtschaftl. Präsenz der Schweiz in S. dank der Mitwirkung an öffentl. Bauten, einer Fabrik für Kondensmilch von Nestlé (1974) und einer Brauerei der Sibra-Holding (1975). 1980 stimmte der Bundesrat einem Mischkredit und 1981 weiteren Massnahmen zur finanziellen Unterstützung eines Strukturanpassungsprogramms zu (Umschuldung, Zahlungsbilanzhilfe, Mitfinanzierung multilateraler Kredite). Ab 1962 erhielt S. von der Schweiz Entwicklunghilfe in Form von Stipendien, techn. Experten und der Unterstützung von Landschulen sowie humanitäre Hilfe für die Dürreopfer im Sahel. 2010 beendete die Deza diese Zusammenarbeit. 2009 hielten sich 329 Schweizer (davon 166 Doppelbürger) in S. und 1061 Senegalesen in der Schweiz auf.

Quellen und Literatur

  • EDA, Dok.