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Zentralafrikanische Republik

Situationskarte Zentralafrikanische Republik © 2001 DHS et Kohli Kartografie, Bern.
Situationskarte Zentralafrikanische Republik © 2001 DHS et Kohli Kartografie, Bern.

Der Bundesrat anerkannte die am 13.8.1960 verkündete Unabhängigkeit der Z. noch am selben Tag und nahm 1964 diplomat. Beziehungen auf. Die Schweiz verfügt über ein Generalkonsulat in der Hauptstadt Bangui. Die Botschaft der Z. ist in Le Grand-Saconnex angesiedelt. Nur ein paar Dutzend Schweizer, meist Missionare oder Entwicklungshelfer, leben in dem Land; 2012 waren es 15. In der Schweiz hielten sich 2012 58 Bürger der Z. auf. 1973 wurden zwar zwei Abkommen geschlossen (regelmässiger Luftverkehr, Handel sowie Förderung und Sicherung von Investitionen), dennoch blieben die Wirtschaftsbeziehungen mit einer Ausnahme (Vertrag mit Saurer 1977) beschränkt. Entsprechend der Empfehlungen des Pariser Clubs wurden vier Umschuldungsabkommen vereinbart, welche die Rückzahlung der 40,9 Mio. Fr. Schulden auf die Jahre 1981-89 verteilten. Obwohl die Z. kein Schwerpunktland der Schweizer Entwicklungshilfe ist, trägt die Schweiz dennoch indirekt ― mittels privater Organisationen oder internat. Institutionen (Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen, Hochkommissariat für Flüchtlinge, Unicef, Afrikan. Entwicklungsbank) ― zur Entwicklung des Landes bei. Das Gegenfinanzierungsprogramm von 1988 brachte die Handelsbilanz beider Länder, die sich wegen sinkender Baumwollpreise zuungunsten der Z. verschoben hatte, wieder ins Gleichgewicht. 2012 belief sich der Wert der Schweizer Exporte in die Z. auf 0,3 Mio. Fr. und jener der Importe auf 0,98 Mio. Fr.

Quellen und Literatur

  • EDA, Dok.
Weblinks
Normdateien
GND

Zitiervorschlag

Perrenoud, Marc: "Zentralafrikanische Republik", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 13.05.2015, übersetzt aus dem Französischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/003475/2015-05-13/, konsultiert am 27.10.2020.