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JohannesSigg

10.8.1874 Berlin, 5.11.1939 Männedorf, ref., dann konfessionslos, von Kleinandelfingen und Zürich. Sohn des Jakob, Zimmermanns, und der Marie Dorothea geb. Kerstan. 1) 1901 Wilhelmine Luise Anna Fedler, Tochter des Georg Heinrich, aus Berlin, 2) 1938 Berta Freylinger, Tochter des Karl. Aufgewachsen und Schreinerlehre in Berlin, ab 1894 in Zürich. Bis 1904 Speditionschef beim Konsumverein in Zürich, Möbelschreiner und Administrator des "Volksrechts". 1907-15 Redaktor beim "Volksrecht", 1916-19 Adjunkt des eidg. Fabrikinspektorats, 1919-29 Fabrikinspektor des Kt. Zürich. 1901-06, 1909-16 und 1922-25 für die SP im Gr. Stadtrat von Zürich, 1905-06 und 1908-14 Kantonsrat, 1911-16 und 1926-28 Nationalrat, 1929-35 Zürcher Regierungsrat (Gesundheits- und Armendirektion). 1912-16 Mitglied der Geschäftsleitung der SPS. Mitglied der Antimilitarist. Liga und Redaktor ihres Organs "Der Vorposten". S. kritisierte 1906 in der Zeitschrift "Die Friedens-Glocke" den Militäreinsatz gegen die Streikenden der Firma Arbenz in Albisrieden und wurde deswegen zu acht Monaten Gefängnis verurteilt. Im 1. Weltkrieg verteidigte er die Haltung der dt. Sozialdemokratie zum Krieg, was ihn seine Stelle beim "Volksrecht" kostete. Als Regierungsrat setzte er sich für kant. Spitäler und das Pflegepersonal ein.

Quellen und Literatur

  • Gruner, Bundesversammlung 1, 107
  • U. Frei, Ein toter Baum aus dem Bannwald der Demokratie, 1987, 109-121, 294
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Zitiervorschlag

Bürgi, Markus: "Sigg, Johannes", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 31.10.2012. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/003694/2012-10-31/, konsultiert am 26.09.2021.