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Emil Johann JakobZürcher

11.6.1850 Wildberg, 3.10.1926 Zürich, reformiert, von Grub (AR). Sohn des Johann Jakob, Pfarrers, und der Dorothea Amalia geborene Benz. 1876 Bertha Maria Louisa Mordass, Tochter des Jakob, Handwerkers in Berlin. Rechtsstudium in Zürich und Berlin, 1872 Promotion in Zürich. 1872-1874 Substitut des Zürcher Staatsanwalts, 1874-1875 Obergerichtsschreiber in Trogen, 1876-1881 Anwaltspraxis in Winterthur mit Ludwig Forrer, 1881-1890 Mitglied des Zürcher Obergerichts (1885-1890 Präsident des Geschworenengerichts), 1890-1926 Kassationsrichter, 1890-1920 Professor für Strafrecht, Straf- und Zivilprozessrecht an der Universität Zürich. Ab 1872 Mitglied der demokratischen Partei (linker Flügel) und nach 1900 führender Kopf der Zürcher Kantonalpartei, 1883-1912 Zürcher Kantonsrat, 1899-1919 Nationalrat. Emil Johann Jakob Zürcher verfasste das Zürcher Strafgesetzbuch von 1886. Sein Hauptanliegen war die Vereinheitlichung des Schweizer Strafrechts. Mitglied zahlreicher Kommissionen und Vereinigungen im Bereich des Strafrechts, Pionier der Kriminologie. 1923 Dr. med. h.c. der Universität Zürich. Oberstleutnant der Infanterie.

Quellen und Literatur

  • ZBZ, Nachlass
  • Gruner, Bundesversammlung 1, 132 f.
  • S. Holenstein, Emil Zürcher (1850-1926) – Leben und Werk eines bedeutenden Strafrechtlers, 1996
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Zitiervorschlag

Reto Weiss: "Zürcher, Emil Johann Jakob", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 25.06.2012. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/003736/2012-06-25/, konsultiert am 31.01.2023.